Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Wehrleiter sieht Feuerwehrleute in Contwig auch ohne Drehleiter ausgelastet

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„Was wir als Feuerwehr dazu sagen können, ist gesagt“, verdeutlicht Thorsten Preyer, als die Rede auf das Drehleiterfahrzeug kommt. Nun müsse man abwarten, wie sich Verbandsgemeinde und Kreisverwaltung letztlich positionieren, „und da bin ich genauso gespannt wie Sie“, sagte er diese Woche im RHEINPFALZ-Gespräch. Oder anders: „Im Moment ist es nicht das Wunschkonzert der Feuerwehr.“ Wie mehrfach berichtet, soll die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land ein neues, eigenes Feuerwehrauto mit Drehleiter bekommen. Allerdings soll es nicht mehr wie das derzeit gemietete Drehleiterauto den zweiten Rettungsweg des Hornbacher Klosterhotels sicherstellen.

Kein Wunschkonzert für die Feuerwehr

Preyer nennt ein solches Auto „mit das teuerste Fahrzeug, das man als Kommune kaufen kann“; es sei sehr speziell, zudem wartungsintensiv und dadurch nicht nur teuer in der Anschaffung − angesetzt sind 650 000 Euro −, sondern auch in der Unterhaltung. So fielen jährlich zwischen 3000 und 5000 Euro an, alle zehn Jahre bei der Hydrauliküberprüfung zusätzlich 30 000 bis 60 000 Euro. Derzeit zahlt die Verbandsgemeinde jährlich rund 25 000 Euro Miete für das in Hornbach stationierte Drehleiterauto, inklusive Wartung. Preyer sieht Vorteile, wenn die Verbandsgemeinde mit Zuschüssen von Land und Landkreis ein Drehleiterauto kauft statt mietet, doch sei die Standortfrage knifflig. Die meisten Feuerwehrhäuser in der Verbandsgemeinde seien entweder belegt oder zu klein für solch ein Auto. Contwig biete zwar Platz, doch habe die dortige Wehr dank Schlauch- und Atemschutzwerkstatt, Feuerwehreinsatzzentrale und Logistikfahrzeug schon mehr als genug zu tun, „denen muss man nicht noch die Drehleiter aufs Auge drücken“, findet Preyer, der sagt: „Irgendwann ist ’ne Einheit am Ende.“

Kein Problem mit Standort Hornbach

„Ich hätte mit Hornbach als Standort kein Problem, ich könnte mit einem Standort im Süden gut leben“, macht der Wehrleiter deutlich − wenn das andere Thema, der Brandschutz des Klosterhotels, geklärt ist. Im Norden der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land könne man wie gehabt mit Homburg und Waldmohr zusammenarbeiten, wenn eine Drehleiter gebraucht wird. Und in der Mitte der Verbandsgemeinde komme zuweilen die Zweibrücker Drehleiter zum Einsatz, wie jüngst in Dellfeld. Nicht möglich sei es, die Drehleiter auf dem Flugplatz zu stationieren. Dort gebe es zwar Feuerwehrleute, aber das seien Angestellte der Firma Triwo, die eben auch bei der Feuerwehr seien. Sie seien zudem nur für die Flugzeuge zuständig, während die Gebäude nach wie vor Sache der umliegenden Wehren seien. Aus dem Verbandsgemeinderat habe ihn bislang niemand nach seiner Einschätzung gefragt, wundert sich Preyer. „Vielleicht hat man sich andere Berater gesucht.“ In der Drehleiter sieht er „ein schönes Mehr“, das zudem Sicherheit biete: Wenn die Feuerwehr jemanden aus einem brennenden Haus rette, „dann steigt der leichter in den Korb der Drehleiter als auf eine vierteilige Steckleiter“. Doch prinzipiell erfülle die Verbandsgemeinde nicht die Risikoklasse, die eine Drehleiter erforderlich macht.

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