Kreis Südwestpfalz Zur Sache: Wasserbüffel halten Springkraut in Schach

Mehr als ein Hobby ist die Tierhaltung für Petra und Dirk Eichberger vom Linsenbühlerhof in Erlenbach. Auch sie sind Mitglieder im Busenberger Schaf- und Tierzuchtverein. Dirk Eichberger ist im Hauptberuf Zweiradmechaniker, hat aber das Handwerk des Schäfers gelernt und darf sich als „Schäfergeselle“ bezeichnen. „Wenn man einmal vom Schafvirus infiziert ist, redet man einfach gerne über Schafe“, sagt Eichberger, der den Austausch mit Gleichgesinnten im Verein schätzt. 120 Schafe, acht Glan-Donnersberger Kühe und zehn Wasserbüffel haben die Eichbergers auf Weiden rund um Erlenbach und in Richtung Busenberg, Lauterschwan und Niederschlettenbach. „Die Anschaffung der Wasserbüffel war eine Anregung der Kreisverwaltung, mit denen konnten wir das Springkraut gut zurückdrängen“, erzählt Eichberger. In der Beweidung sieht er die einzige Möglichkeit, die Täler mit ihren nassen Ecken und die Hänge frei zu halten. „Maschinell kommt man an vielen Stellen einfach nicht hin oder macht mehr Schaden, als die Sache wert ist.“ Hinzu komme, dass Schafe in ihrem Fell Samen weitertragen und so praktisch wandernd zur Artenvielfalt beitragen. Der Stall mit 30 Milchschafen und die Verarbeitung der Milch zu Schafskäseprodukten ist das Metier von Petra Eichberger. Sie vermarktet ihre Produkte im eigenen Hofladen und will den regionalen Markt stärken. Schafskäse in allen Variationen gibt es je nach Saison frisch, Rind- oder Wasserbüffelfleisch auf Vorbestellung. Auch die Wolle bleibt in der Region und wird in einem Betrieb in Schwanheim verarbeitet.
