Bundenthal
Wolfgang Trapp will Bürgermeister werden
Wolfgang Trapp hat sich am Dienstag dem Bundenthaler Gemeinderat als Bürgermeisterkandidat vorgestellt. Der 1961 geborene Verwaltungsangestellte und Bankkaufmann arbeitet seit 1994 bei der Sparkasse Vorderpfalz in Ludwigshafen. Zu seinen Plänen fürs Dorf hat er sich noch nicht konkret geäußert. Der bisherige Bürgermeister Wolfgang Morio hat sein Amt zum 1. Oktober niedergelegt.
Leichte Beute für Borkenkäfer
Derweil gehen der Klimawandel und damit verbundene Wetterextreme auch am Bundenthaler Gemeindewald nicht spurlos vorüber. Försterin Susanne Rolland informierte den Rat über den Zustand des Waldes und legte den Wirtschaftsplan 2021 vor. 2020 sei das dritte Dürrejahr in Folge, was dem Wald schwer zu schaffen mache, erläuterte Rolland. Besonders betroffen sind auch hier die Fichten, die durch die Trockenheit kein Harz bilden können und deshalb leichte Beute für den Borkenkäfer sind.
Hinzu kam Sturm „Sabine“ im Februar, der zwar keine großen Waldflächen vernichtete, dafür aber an vielen Stellen mehrere Bäume entwurzelte. „Es war sehr aufwendig, diese zu beseitigen, weil die Firma zahlreiche Stellen für jeweils wenige Bäume ansteuern musste“, berichtete die Försterin. Insgesamt 1300 Festmeter Fichte wurden zwangsweise geerntet. „Im Vergleich dazu schlagen wir in normalen Jahren rund 300 Festmeter Fichte“, sagte Rolland.
Kinder sammeln Eicheln für neue Waldfläche
Da die Holzpreise schon seit dem vergangenen Jahr im Keller sind und für den Festmeter Fichte anstatt 90 Euro lediglich 30 Euro erzielt werden, konnten die Kosten für die Fichtenernte nur schwer gedeckt werden. Aufgrund des vielen geschlagenen Nadelholzes habe man die Laubholzernte zurückgefahren: „Wir wollen erst mal abwarten, was weiter wächst, und dann vorsichtig entscheiden, was wir noch rausnehmen können, sollten die Preise wieder hochgehen“, so die Försterin.
Für das Käferholz wurde eine Förderung beantragt, hier sind in diesem Jahr 7200 Euro als Ausgleich vom Land zu erwarten. Eine Kahlfläche am Jüngstberg soll mit Eichen bepflanzt werden. Dafür sammelten die Kindertagesstätte, die Grundschule und Privatleute Eicheln im Bundenthaler Wald, die nun angepflanzt werden. „Es wurden 3,5 Zentner gesammelt, 100 Euro pro Zentner haben wir bezahlt. Das ist ein Bruchteil dessen, was es uns gekostet hätte, die Menge einzukaufen“, so Rolland.
„Das wirkt wie Treibsand“
An der Straße zum Söller wurden einige Eichen aus Sicherungsgründen entfernt. „Der Boden war dort trocken bis in die tiefsten Schichten. Das wirkt wie Treibsand, und die Eichen konnten sich darauf nicht mehr halten“, informierte Rolland. Die Holzwirtschaft der Kommune werde im laufenden Jahr noch mit einem Plus abschließen, aber 2021 „wird ein Jahr mit negativem Ergebnis werden“, schloss die Försterin ihren Bericht. Der Beigeordnete Ludwig Fröhlich, der die Ratssitzungen für den zurückgetretenen Bürgermeister leitet, meinte: „Das muss uns nicht groß beunruhigen, denn das gab es immer mal wieder“.
Bauschutt: Nachträgliche Genehmigung?
Für die illegalen Bauschuttablagerungen von Bürgern in der Nähe des Hundeplatzes muss die Gemeinde nachträglich einen Bauantrag bei der Kreisverwaltung stellen, um eine Genehmigung zu erhalten. Stimmt die Behörde zu, kann der Schutt liegen bleiben, andernfalls müsste die Gemeinde dafür sorgen, dass er entfernt wird. Das Ingenieurbüro Heiko Burkhart wurde beauftragt, sich darum zu kümmern.
Der Rat nahm eine 480-Euro-Spende von David Rolland für Spielgeräte in der Kita an.