Landtagswahl
Wo die Parteien richtig viele Stimmen holen – und wo sie ganz schwach abschneiden
SPD
Lambsborn, Rieschweiler-Mühlbach, Battweiler – die drei Hochburgen der SPD sind dieselben wie vor fünf Jahren. Aber egal, wo die SPD stark ist: Sie ist nicht mehr so stark wie beim letzten Mal. 2021 holte sie in Lambsborn noch über 53 Prozent, jetzt nur noch 41,5. In Rieschweiler-Mühlbach und in Battweiler verliert sie sieben und neun Prozentpunkte. Am schwächsten ist sie wie so oft auf der Sickinger Höhe und in der früheren Verbandsgemeinde Wallhalben.
CDU
Die CDU ist dagegen wie immer auf der Sickinger Höhe stark. Sie kann ihre Hochburgen Knopp-Labach und Schmitshausen halten und verliert dort gegenüber 2021 nur zwei bis drei Prozentpunkte. Diesmal in den Top3: Dietrichingen, der dritte von drei Orten, in denen die CDU über 40 Prozent holt.
AfD
Die AfD wird in zwei Dörfern stärkste Partei: in Wiesbach, wo sie zweieinhalbmal so viele Stimmen holt wie vor fünf Jahren, und in Bottenbach, wo sie ihr Ergebnis gegenüber 2021 verdoppelt. Die zweitmeisten Stimmen – in Prozent gesehen – holt sie in Riedelberg, dort ist aber die CDU noch ein klein wenig stärker. In ihren schwächsten Orten hat sie ihr Ergebnis jedoch verdreifacht. Schwach ist sie in Dörfern, in denen die Grünen oder die SPD ihre Hochburgen haben.
Grüne
Die Grünen sind im Zweibrücker Land nie so richtig stark. In zwei Drittel der Dörfer rutschen sie unter die Fünf-Prozent-Hürde. Zweistellig sind sie nirgends. Das waren sie 2021 aber auch nur in Käshofen, wo der frühere Grünen-Landtagsabgeordnete Fred Konrad wohnt.
FDP
Was ist los im Hornbachtal? Das haben wir vor fünf Jahren auch schon gefragt. Und vor zehn Jahren. Wir fragen trotzdem wieder: Was wurde aus den einst 20 bis 30 Prozent für die FDP in Hornbach, Mauschbach und Dietrichingen? 2016 waren es nicht mal mehr 15 Prozent, 2021 gerade mal 10 in den Hochburgen und jetzt nicht mal mehr das. Selbst in Hornbach sind es nur noch 7 Prozent. Auch dort wohnt mit Reiner Hohn (FDP) ein früherer Landtagsabgeordneter.
Freie Wähler
2021 waren die Freien Wähler der große Gewinner beim Stimmenzuwachs, doch dieser Höhenflug ist vorbei. In einer Handvoll Dörfer knacken sie die 5 Prozent. Stark sind sie wie schon 2021 in Krähenberg und Wallhalben.
Linke
Die Linken haben sich bei der Landtagswahl mehr erhofft, aber den Sprung verpasst. Krähenberg bleibt Linken-Hochburg, wobei das Dorf so klein ist, dass wenige Wählerstimmen große Prozentsprünge auslösen. Sechs Stimmen sind es diesmal.
Sonstige
Was wäre noch zu erwähnen? Die 20 Stimmen für die Tierschutzpartei in Großsteinhausen, die 5,7 Prozent ausmachen. Das ist das einzige Mal, wo eine der sonstigen Parteien über fünf Prozent erreicht.
Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung lag höher als 2021. Spitzenreiter ist Biedershausen mit 88 Prozent. 133 der 151 Wahlberechtigten gaben dort ihre Stimme ab. Auch Mauschbach ist wieder stark, und mit Wallhalben hat es ein etwas größeres Dorf in die Top 3 geschafft. Winterbach liegt wieder am Ende.
Noch was?
Ja: die Dörfer, in denen die erst- und zweitplatzierten Parteien besonders weit auseinander liegen. Lambsborn ist der dominanteste Ort. Die SPD führt dort mit 22 Prozentpunkten Vorsprung vor der zweitplatzierten CDU. In Knopp-Labach und Schmitshausen liegt die CDU gut 17 Punkte vor der AfD.