Südwestpfalz Wieslauterbahn: Grüne machen Druck auf Mainzer Ministerin
In das seit langem geplante Vorhaben, die Wieslauterbahn-Strecke zu modernisieren, ist kürzlich Bewegung gekommen: Für die vom Land gewünschte Reaktivierung des Güterverkehrs auf dieser Strecke – als zusätzliches Standbein zum Personennahverkehr – gibt es einen Interessenten aus dem Holzhandel. Die Mercer Holz GmbH will auf dem Gelände des ehemaligen Nato-Tanklagers, wo sich heute das Industriegebiet Hinterweidenthal-Süd befindet, einen Verladeterminal bauen, an dem Holz von Lkws auf Bahnwaggons umgeladen wird. Dazu sollen dort befindliche Gleise reaktiviert und an die Wieslauterstrecke angeschlossen werden (wir berichteten am 19. Juli). Dieses veränderte Konzept hat der Kreistag beschlossen; es wird nun dem Land mit der Bitte um Förderung des inzwischen mit 14 Millionen Euro kalkulierten Gesamtprojektes vorgelegt.
Grüne fordern Zusage noch im laufenden Jahr
Die Fraktionen der Grünen in den VGs Dahner Felsenland und Hauenstein fordern nun ihre Parteikollegin Katrin Eder im Mainzer Ministerium dazu auf, dass noch 2022 eine Bestandsgarantie und eine Zusage für die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen erfolgt. Außerdem fordern sie eine unmittelbare schriftliche Zusicherung des Landes für einen förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zur Abwendung unmittelbarer Gefahren, etwa bei den Bahnübergängen Hinterweidenthal und Dahn-Reichenbach, und dass das Land mindestens noch für 2022 einen ausreichenden Teilbetrag zur Verfügung stellt, um sofort mit unabweisbaren Maßnahmen beginnen zu können.
Denn eine im Raum stehende (Teil-)Stilllegung der Wieslauterbahn aufgrund von Sicherheitsmängeln müsse verhindert werden, so die Fraktionssprecher.