Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Warum sie in der Pflege arbeiten

Heimbewohnerin Monika Schilling fühlt sich gut umsorgt, hier begleitet von den Auszubildenden Ulrike Rabach und Nikola Ludy (von
Heimbewohnerin Monika Schilling fühlt sich gut umsorgt, hier begleitet von den Auszubildenden Ulrike Rabach und Nikola Ludy (von links).

Wir wollten aus erster Hand wissen: Was bringt junge Leute auf den Berufsweg der Pflegefachkraft im Seniorenheim? Was macht Spaß, was fällt schwer? Worin besteht Bedarf? Die Fragen von Hans Heinen beantworteten Nikola Ludy (Rodalben, zweites Ausbildungsjahr) und Ulrike Rabach (Waldfischbach-Burgalben, erstes Ausbildungsjahr).

Nikola Ludy: Den ersten Kontakt zur Pflege bekam ich mit 19 Jahren, als meine Oma erkrankte. Diese Erfahrung zeigte mir, wie relevant das Pflegesystem ist. Es wurde mein Wunsch, ein Teil davon zu werden. Deshalb entschied ich mich, in die Ausbildung zu gehen, anderen eine Stütze und Hilfe zu werden. Natürlich gibt es anstrengende Tage, an denen man erschöpft nach Hause kommt. Aber am Ende des Tages zählt, dass ein Lächeln zurückbleibt und man sieht, dass die Anstrengungen der Mühe wert waren. Ich wünschte mir, man würde mit Vorurteilen aufräumen wie „Ich könnte das nicht“. Altenpflege hat nun einmal mit viel Nähe zu tun und braucht enorme Sensibilität. Als systemrelevant zu gelten, ist mir nicht wichtig, wohl aber zu wissen, dass man gebraucht wird.

Ulrike Rabach: Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, um älteren Menschen zu helfen, die den Wohlstand aufgebaut haben, in dem wir heute leben dürfen. Vielleicht werde ich im Alter ja selbst hilfebedürftig und hoffe dann, bestmöglich unterstützt zu werden. Man kann in diesem Beruf viel Gutes bewirken. Der Beruf ist abwechslungsreich und schön, weil man tagtäglich Dankbarkeit erlebt. Nebenbei: Das Gehalt im Pflegeberuf entwickelt sich deutlich positiv. Für dringend notwendig halte ich einen verbesserten Personalschlüssel, um die Belastung der Pflegekräfte zu reduzieren.

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