Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Warum die Contwiger Bürgermeisterwahl für beide Kandidaten eine Aufholjagd war

Die beiden Kandidaten Seite an Seite beim Warten in der VT-Turnhalle.
Die beiden Kandidaten Seite an Seite beim Warten in der VT-Turnhalle.

Die Bürgermeisterwahl war ein Rennen, in dem beide Kandidaten Boden gutzumachen hatten. Das ist beiden gelungen. Und beide haben Respekt verdient – für ihre Leistung und für ihr Ergebnis!

Als Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann Anfang Oktober bekannt gab, dass er zurücktritt, da hatte wohl kaum einer Nadine Brinette als CDU-Kandidatin auf dem Schirm. Sie hatte sich zwar dafür eingesetzt, dass das Schimmelproblem an der Grundschule gelöst wird, und sie war Mitglied in zwei Ausschüssen der Verbandsgemeinde, aber das war es. Zu unerfahren, zu unbekannt!

Doch das änderte sich schnell. Erst wurde sie einstimmig zur CDU-Vorsitzenden gewählt, dann genauso einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin gekürt. Und wer sich mit ihr unterhielt, der merkte schnell: Nadine Brinette hat das nötige Selbstvertrauen, dieses nicht einfache Amt auszuüben, sich bekannt zu machen und die Wähler mit ihren Ideen zu überzeugen. Respekt vor dieser Leistung!

Respekt auch vor David Betz. Er hat seine eigene Aufholjagd hinter sich: Galt er doch als Vorsitzender der Straußbuben, als DJ Playlist und als Sänger der Band Riggehoor – auch mal im rosafarbenen Hasenkostüm – noch immer als der Spaßmacher, den man sich gut als Kandidat von „Die Partei“ vorstellen könnte. Aber mittlerweile führt er die SPD Zweibrücken-Land, und er ist hinter Bürgermeister Björn Bernhard der zweite Mann in der Verbandsgemeinde. Bei seiner Amtseinführung trug er ein Willy-Brandt-T-Shirt. In einem Dorf, in dem die CDU immer stark ist, hat er ein sehr gutes Ergebnis geholt.

Und zuletzt Respekt vor den Contwigern, die sich getraut haben, zwei Kandidaten zu vertrauen, die beide keine 40 sind. Das ist ein Generationenwechsel. Es wird spannend, mit anzusehen, wie sich das Dorf in den nächsten Jahren entwickelt.

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