Hauenstein
Viele Unfälle führen zum B10-Neubau

Von den tödlichen Unfällen sei beispielsweise an eine ganz besondere Tragik erinnert, als nach dem Krieg ein aus Pirmasenser kommender Pkw an der Bahnhofswirtschaft auf ein unbeleuchtetes Langholzfuhrwerk auffuhr und es zu einem Unfall mit mehreren Toten an der Wirtschaft am „Lippert“ gekommen war. „Am Kehr“ an der heutigen Einfahrt nach Hauenstein krachte es damals schon täglich mit meist schlimmen Folgen.
Interessant ist aber auch ein Blick in die jüngere Geschichte nach dem Ersten Weltkrieg, als die französische Besatzung und die Forderung nach den fast unerfüllbaren Reparationen in den passiven Widerstand mündeten. In der „Bahn-Regiezeit“ hatten die Besatzer nach der Ausweisung der Bahnbeamten Hauensteiner Männer verpflichtet, den Schrankendienst am Bahnübergang zu übernehmen. Da diese sich aber dem allgemeinen passiven Widerstand anschlossen, kam es zu zahlreichen Unfällen. Ein Unfall am 13. Juni 1923 mit einem Pferdefuhrwerk führte sogar soweit, dass die Franzosen die Hauensteiner Gemeindespitze mit Bürgermeister Mansmann und dem zweiten Bürgermeister Kreuter verhafteten und drei Wochen einsperrten.
Verbotenes Rendezvous mit Folgen
Nach dem Zweiten Weltkrieg führte sogar ein „Schäferstündchen“ eines Schrankenwärters zu einem Unfall: Der Schrankenwärter verpasste bei seinem verbotenen Rendezvous im Bahnwärterhäuschen die Signale des ankommenden Zuges. Es kam zur Kollision mit einem Pirmasenser Auto und zu einem Unfall mit Todesfolge. Der Schrankenwärter musste das enge Bahnwärterhäuschen mit einer Gefängniszelle tauschen.
