Thaleischweiler-Fröschen
Verbandsbürgermeister Thomas Peifer könnte auf zwei Frauen als Gegenkandidaten treffen
Am 10. Oktober könnte der Verbandsbürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben gewählt werden. Dieser Termin, über den der Verbandsgemeinderat noch entscheiden muss, liegt als Vorschlag auf dem Tisch. Dass sich Amtsinhaber Thomas Peifer (CDU) um eine weitere Amtszeit bewerben wird, hat er bereits erklärt. Mit mindestens zwei Gegenkandidaten muss er rechnen. SPD und FWG kündigen im Gespräch mit der RHEINPFALZ an, einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu stellen.
Die SPD könnte auf ihre junge Vorsitzende setzen
„Wir werden auf jeden Fall einen Kandidaten stellen und natürlich wollen wir auch gewinnen“, sagt die SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Daniela Stauch aus Rieschweiler-Mühlbach. Die Fastnachtswoche hatte der SPD-Gemeindeverbandsvorstand genutzt, um via Videokonferenz das Thema erneut zu diskutieren. Dass, wie es so schön heißt, relativ zeitnah eine Entscheidung getroffen wird, „davon gehe ich im Moment aus“, sagt Stauch. Wenn sich der Vorstand auf einen Kandidaten geeinigt habe, gehe dieser Vorschlag an den Gemeindeverband, „und wir hoffen, dass die gesundheitliche Lage so ist, dass wir auch in einer Präsenzversammlung den Kandidaten wählen werden“, sagt Stauch.
Dass die SPD eine Kandidatin nominiert, ist möglich. Dass sie selbst antritt, „schließe ich nicht aus“, sagt Stauch und ergänzt im selben Satz: „Aber Patrick Sema wäre auch ein guter Kandidat.“ Sema (Schauerberg) ist Stauchs Stellvertreter im Gemeindeverband und wie Stauch Mitglied im Verbandsgemeinderat. Für die Verjüngung an der Spitze habe man sich im vergangenen August im SPD-Gemeindeverband bewusst entschieden. Diese Entwicklung, unterstreicht Stauch, solle insgesamt fortgesetzt werden. Ein junger Verbandsbürgermeisterkandidat auf Seiten der SPD – Stauch ist zum Beispiel 31 Jahre alt – ist also nicht unwahrscheinlich.
Die FWG hört sich um, wer alles Interesse hätte
„Wir wollen einen Kandidaten stellen, wollen dem Bürger eine Wahlmöglichkeit geben“, sagt
Natürlich sei es naheliegend zu erwarten, dass FWG-Mitglieder, die sich bereits stärker politisch engagieren – zum Beispiel Wallhalbens Bürgermeisterin Christine Burkhard – hierüber intensiver nachdenken. Das müsse aber nicht sein. Man sei auf FWG-Seite ganz offen, warte die entsprechenden Rückmeldungen ab. Offen für eine Kandidatur ist auch Eichert persönlich. Auch er sei, so wie von den Mitgliedern gewünscht, gerade in der Abwägungsphase für sich persönlich und in der Abstimmungsphase mit seiner Familie was eine mögliche Kandidatur betrifft. Die könne er sich zum jetzigen Zeitpunkt durchaus vorstellen, bekennt der Vermessungsingenieur, der beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum arbeitet.
Aktuell sei man ja im Landtagswahlkampf. Im März, voraussichtlich nach der Wahl, sollen alle mögliche Kandidaten ihr Interesse bekundet haben. Wie die Kollegin der SPD hofft auch Eichert, dass es möglich sein wird, den Kandidaten oder die Kandidatin in einer Präsenzversammlung zu wählen und nicht in einer virtuellen Veranstaltung.
Die FDP ist noch unschlüssig und wartet Landtagswahl ab
Bei der FDP, die gleichfalls im Verbandsgemeinderat vertreten ist, liegt der Fokus im Moment auch klar auf der Landtagswahl im März. „Darauf konzentrieren wir uns im Moment. Danach werden wir uns intensiver mit dem Thema Verbandsbürgermeisterwahl beschäftigen“, sagt die
Ob die FDP einen Kandidaten oder eine Kandidatin stellt, sei grundsätzlich noch nicht abschließend entschieden. Der ein oder andere prüfe mal die persönliche Situation, von der eine solche Kandidatur auch abhänge. „Uns ist zunächst grundsätzlich wichtig, dass der Wähler überhaupt eine Wahlmöglichkeit hat“, sagt Franzreb. Von daher schaue man natürlich auch, wie die Pläne bei den übrigen im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen aussehen.