Pirmasens
Umfrage: So würde die Südwestpfalz wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre
Der Bundestrend spiegelt sich zumindest teilweise auch in der Südwestpfalz wieder: Die CDU liegt mit deutlichem Abstand vorne. Während bei bundesweiten Umfragen jedoch die AfD meist auf Platz zwei landet, sieht es hier anders aus. Mit gerade einmal neun Prozent landet sie auf Platz drei, während die SPD sich damit trösten kann, dass sie direkt hinter der CDU steht – allerdings mit neun Prozentpunkten Unterschied.
Die Daten stammen aus einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut CMR für die RHEINPFALZ erstellt hat. Mit Blick auf das tatsächlich zu erwartende Wahlergebnis in der Region lassen sich nur bedingt Schlüsse ziehen. Zum Wahlkreis gehören nämlich neben dem Kreis Südwestpfalz auch die beiden Städte Pirmasens und Zweibrücken sowie der südliche Teil des Landkreises Kaiserslautern. Bei der letzten Bundestagswahl lag die SPD im gesamten Wahlkreis mit 29,3 Prozent klar vor der CDU mit damals 25,6 Prozent. Auch bei den Erststimmen sicherte sich die SPD damals den Sieg. Angelika Glöckner holte sich mit 30,4 Prozent das Direktmandat, während Florian Bilic (CDU) sich knapp mit 30,3 Prozent geschlagen geben musste. Beide treten bei der Wahl am 23 Februar wieder gegeneinander an.
Das sagt der Experte
Werner Dieing ist Vorstand des Instituts für Communication- & Marketing-Research (CMR) mit Sitz in Mannheim, das die Umfrage zur Landratswahl im Auftrag der RHEINPFALZ durchgeführt hat. Dieing hat unter anderem politische Wissenschaft in Mannheim studiert und war im Anschluss zwei Jahre in den Vereinigten Staaten. Nach einer Station in einem mittelständischen Marktforschungsunternehmen hat sich Dieing vor mehr als 30 Jahren selbstständig gemacht. In seinem Fazit zu diesem Teil der Umfrage kommt Werner Dieing zu folgendem Schluss: „Die CDU hat eine klare Führung, aber die hohe Zahl an Unentschlossenen zeigt eine potenzielle Volatilität im Wählerverhalten.“
Die Umfrage
Die RHEINPFALZ hat das Mannheimer Marktforschungsinstitut CMR beauftragt, eine Umfrage im Vorfeld der Landratswahl zu erstellen. Befragt wurden dafür 500 Personen im Alter ab 18 Jahren, die im Landkreis Südwestpfalz bei der Bundestagswahl am 23. Februar wahlberechtigt sind. Die Befragung fand vom 8. bis 14. Januar statt. Die Stichprobengröße, die Befragungszeitpunkte und die Zufallsverfahren garantieren laut den Studienmachern ein für das Untersuchungsgebiet repräsentatives Ergebnis. Konkret wurden 245 Männer und 255 Frauen befragt. 142 Männer und 143 Frauen waren zum Zeitpunkt der Befragung zwischen 18 und 60 Jahre alt. Die restlichen Befragten waren über 60 Jahre alt.
