Reifenberg Hauptstraße soll bis Herbst 2021 fertig sein – und am liebsten das Neubaugebiet gleich mit
Der Ausbau der Hauptstraße soll am 14. September beginnen. Als Erstes kommt die Zweibrücker Straße an die Reihe, außerdem die Straße ins Tal – 1,2 Kilometer vom Ortsschild bis zwischen die Abzweigung zum Waschbrunnen und die Abzweigung zum Katzenfels. Drei Monate sollen diese Arbeiten dauern, bis Jahresende ist der direkte Weg von Reifenberg nach Zweibrücken gesperrt.
Von Januar bis Juni soll die Hauptstraße von der Kreuzung an der Kirche bis zur Einmündung in die Friedhofstraße ausgebaut werden, danach bis Herbst 2021 das letzte Stück bis zum Ortsausgang. Die Reifenberger dürfen nach Weihnachten wieder durchs Tal fahren, der Durchgangsverkehr soll die Umleitung nutzen. Am „Linnebeemche“, der Linde in Richtung Schmitshausen, und an der Abzweigung zum Stockbornerhof sollen Absperrungen stehen, versehen mit dem Hinweis, dass die Strecke nur für Anlieger frei ist – dazu zählen auch die Busse und der Lieferverkehr. Im Ort wird der Verkehr durch die Kolbengartenstraße, die Poststraße und die Höhgasse umgeleitet. Dort werde dann Tempo 30 gelten, gab Bürgermeister Pirmin Zimmer in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch bekannt.
Auch während der Bauarbeiten soll es zwei Bushaltestellen im Ort geben: an der Abzweigung der Poststraße in die Höhgasse und am Wendehammer in der Kolbengartenstraße. Weil unklar ist, ob eine geplante Anwohnerversammlung wegen der Corona-Auflagen stattfinden kann, will sollen die Anwohner nächste Woche einen Flyer bekommen, in dem die 24 wichtigsten Fragen beantwortet werden.
Bürgermeister Zimmer bat die Reifenberger um Geduld und Rücksicht während der Bauzeit. Außerdem sollten sie nicht die Schleichwege über die Kapelle, die Auberghütte oder Richtung Bulldogautobahn benutzen.
Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 und 50 Stundenkilometer an der Abzweigung ans Waschbrünnchen werde Mitte September aufgehoben, sagte Bürgermeister Zimmer auf Nachfrage von Ratsmitglied Thomas Velten. Das habe aber nichts mit den Bauarbeiten zu tun, sondern sei schon vorher so geplant gewesen. Die Tempobeschränkung war Mitte des Jahres eingerichtet worden. Laut Pirmin Zimmer war es mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen, weil landwirtschaftliche Fahrzeuge auf die Landstraße einbiegen wollten, aber durch den hohen Bewuchs an den Fahrbahnseiten nicht erkennen konnten, ob sich Autos näherten. Ab September dürften die Bäume und Sträucher wieder zurückgeschnitten werden.
Zimmer würde sich wünschen, dass während des Baus der Hauptstraße auch das Neubaugebiet erschlossen wird. Wer diese Arbeiten übernimmt, steht aber noch nicht fest. Bis Ende Oktober, Anfang November will die Gemeinde die Angebote von fünf Interessenten auswerten und gleichzeitig die Grundstücke kaufen, die sich derzeit in Privatbesitz befinden.