Rodalben SPD-Kritik: Rodalber Neujahrsempfang war CDU-Wahlkampfveranstaltung

Im Schneegestöber stieß der Rodalber Stadtrat auf das neue Jahr an.
Im Schneegestöber stieß der Rodalber Stadtrat auf das neue Jahr an.

Zum ersten Mal gab es in Rodalben in der vergangenen Woche einen Neujahrsempfang des Stadtrates. Die SPD kritisiert, dass er zweckentfremdet wurde.

Am vergangenen Freitag stießen Mitglieder aller Fraktionen des Stadtrates an der Marienkirche im Schneegestöber mit sich und mit Rodalbern auf das neue Jahr an. Eingeladen worden waren die Rodalber zuvor über die sozialen Medien. Das Treffen hatte Stadtbürgermeister Claus Schäfer als „Zeichen der Zusammenarbeit des Rates bei den bevorstehenden wichtigen Aufgaben“ verstanden. Es sollte zudem den Bürgern Gelegenheit bieten, „in lockerer Atmosphäre mit den Ratsmitgliedern ins Gespräch zu kommen“. Dass sich auch die CDU-Bundestags- und -Landtagsabgeordneten Florian Bilic und Christof Reichert eingefunden hatten, stieß auf Kritik der Rodalber SPD.

„Was eine gemeinsame Veranstaltung aller Fraktionen sein sollte, wurde aus Sicht der Sozialdemokraten zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung“, kritisiert Hannah Denzer im Namen der SPD-Stadtratsfraktion. Die Genossen seien verwundert darüber gewesen, „dass bei dieser Veranstaltung, die laut des Stadtbürgermeisters ein Zeichen der Zusammenarbeit des Rates sein sollte, plötzlich der sich im Wahlkampfmodus befindliche CDU-Landtagsabgeordnete Christof Reichert auftauchte“. Reichert habe dies zuvor auf seinen Online-Plakaten angekündigt, ergänzte Denzer, „er wurde vom Stadtbürgermeister in diesem Sinne begrüßt“. Kandidaten oder Abgeordnete anderer Parteien seien außen vor geblieben. „Eingeladen waren lediglich die Bürger von Rodalben, was auf die beiden Abgeordneten nicht zutrifft“, kritisiert sie.

Die SPD wertet es als „schlechten Stil“, einen Empfang für die Rodalber als Wahlkampfveranstaltung zu nutzen, zumal dies im Stadtrat nicht abgesprochen gewesen sei. „Die Oppositionsfraktion bewertet das als Unverschämtheit und kann sich eine solche Zusammenarbeit im neuen Jahr nicht vorstellen“, betont Denzer. Sie erinnert daran, dass die Veranstaltung ein Bürgerempfang werden sollte, „zu dem die Fraktionen den Sekt übrigens selbst mitbrachten“.

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