Obernheim-Kirchenarnbach RHEINPFALZ Plus Artikel So geht es der Katze, die auf dem Dach festgefroren war

„Frosty“ wohnt vorübergehend in Großbundenbach, wird aber wieder ausgewildert.
»Frosty« wohnt vorübergehend in Großbundenbach, wird aber wieder ausgewildert.

„Sowas hab’ ich noch nie gehört!“ Dieser Satz fiel vor zwei Wochen immer wieder, als die RHEINPFALZ über die Katze berichtete, die auf einem Dach festgefroren war und vom DRK Contwig und der Feuerwehr gerettet wurde. Bei Kai Harstick, dem Vorsitzenden des Contwiger DRK, stand das Telefon danach nicht mehr still. Wir haben ihn noch mal angerufen, um zu erfahren, wie es der Katze – sie heißt jetzt „Frosty“ – nun geht und was aus ihr wird.

Vor zwei Wochen hatte die Katze durch eine spektakuläre Rettungsaktion Schlagzeilen gemacht. Sie sorgte damit auch für einen Medienansturm bei der Tierrettung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Contwig.

Die Katze war in Obernheim-Kirchenarnbach auf ein Hausdach geklettert, kam aus 15 Meter Höhe nicht mehr runter und war dann mit ihrem nassen Fell an den Ziegeln festgefroren (wir hatten zunächst fälschlicherweise geschrieben, sie sei mit den Pfoten festgefroren).

Anwohner riefen die Contwiger Tierrettung, die laut dem DRK-Vorsitzenden Kai Harstick Harstick sofort ausrückte und zusammen mit der Feuerwehr die Katze am Abend des 13. Januar aus ihrer misslichen Lage befreite. Die Feuerwehr musste sogar mit der Drehleiter anrücken, damit die Retter überhaupt bis zu dem Tier gelangen konnten. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Landstuhl und Obernheim-Kirchenarnbach und die Leitstelle in Wallhalben. Auch die Pfalzwerke halfen, weil Stromleitungen zum Dachständer führten. Mit einem Fön, der über den Rettungskorb mit Strom versorgt wurde, brachten die Helfer das Eis zum Schmelzen und konnten die Katze dann vom Dach holen.

So bekam die Katze dann auch ihren Namen: Frosty, zu deutsch frostig. Als das Team aus Contwig von Journalisten gefragt wurde, ob die Katze denn einen Namen habe, fiel scherzhaft der Name Frosty. Diesen hat sie bis heute beibehalten, so wisse jeder direkt, von welcher Katze die Rede ist, erzählt Harstick lachend.

Nach der Befreiung habe das Telefon beim DRK gar nicht mehr aufgehört zu klingeln, erzählt er. Andauernd seien Anrufe von Medienvertretern eingegangen, die über die außergewöhnliche Rettungsaktion berichten wollten. Sogar ein Fernsehteam habe Interesse gezeigt, einen über die Contwiger Tierretter zu drehen. Die Fernsehleute mussten jedoch fürs Erste vertröstet werden, da die Tierrettung im Sommer mehr zu bieten habe.

„Der Katze geht es super“, versichert Harstick gegenüber der RHEINPFALZ. Sie sei wohlauf und für einige Zeit in Großbundenbach bei der Katzenhilfe untergekommen, wo sie vor ein paar Tagen auch sterilisiert wurde. Laut dem Vorsitzenden gab es viele Interessenten, die das Kätzchen gerne aufnehmen wollten. Es handele sich aber um eine wilde Katze, eine Hauskatze zwar, aber kein Haustier. Deshalb werde sie auch nicht in einem Tierheim untergebracht, sondern soll demnächst wieder in die freie Wildbahn entlassen werden.

Die Rettung.
Die Rettung.
Die Feuerwehr Landstuhl half mit ihrer Drehleiter.
Die Feuerwehr Landstuhl half mit ihrer Drehleiter.
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