Wallhalben
Kita-Neubau oder Erweiterung? Wallhalben setzt auf Machbarkeitsstudie
Um entscheiden zu können, wie es mit dem Kindergarten in Wallhalben weitergeht, benötigt der Ortsgemeinderat aktuelle Zahlen. Zahlen und Fakten, die begründen, ob ein Neubau oder eine Erweiterung des bestehenden Kindergartengebäudes die sinnvollere Lösung ist. Eine Machbarkeitsstudie soll diese Zahlen liefern.
Die Verbandsgemeinde habe Büros angefragt, die solche Machbarkeitsstudien erstellen können, erläutert Ortsbürgermeister Peter Sprengart (CDU). Der Ortsgemeinderat wird am Dienstag, 29. April, in der Ratssitzung den Auftrag für diese Machbarkeitsstudie vergeben (18.30 Uhr, Ludwig-Katz-Haus).
Wie teuer würden die verschiedenen Optionen?
„Das Ergebnis wird die Grundlage sein, damit wir eine fundierte Entscheidung treffen können“, sagt Sprengart. Deshalb müsse in der Machbarkeitsstudie alles berücksichtigt werden, was in Zusammenhang mit den beiden Optionen Neubau und energetische Sanierung plus Erweiterung im Zusammenhang steht. Zum Beispiel sei zu berücksichtigen, dass im Falle einer Erweiterung der Kindergarten für geraume Zeit an anderer Stelle einziehen müsse. Es gehe unter anderem um Fragen, mit welchen Kosten das verbunden wäre. Etwa, wenn es für die Sanierungszeit einer Containerlösung bedürfe. Es gebe eine Menge Fragen, auf die die Machbarkeitsstudie Antworten – zumindest soweit in diesem Stadium möglich – liefern solle, um beide Alternativen vergleichen zu können.
Über die Zukunft des Kindergartens in Wallhalben wird seit Jahren diskutiert. Der aktuelle energetische Zustand des Gebäudes ist nicht mehr der beste. Der Platz reicht nicht aus, um die Anforderungen, die mit dem aktuellen Kita-Gesetz verbunden sind, zu erfüllen. Aktuell gibt es eine dauerhafte Betriebserlaubnis, um 75 Kinder betreuen zu können. Der Bedarf steigt absehbar auf 85 und 91 Plätze in der aktuellen Konstellation.
Auch umliegende Gemeinden betroffen
Letzteres bedeutet, dass die Gemeinde Wallhalben Träger des Kindergartens ist, und über eine Zweckvereinbarung geregelt ist, dass auch die Kinder aus Biedershausen, Hettenhausen, Knopp-Labach sowie Schmitshausen und die Kinder vom Scharrhof die Kindertagesstätte in Wallhalben besuchen. Über diese Vereinbarung werden die Kommunen anteilig an den Kosten für den Kindergarten beteiligt. Auch für diese Gemeinden sei es wichtig, zu wissen, „wo wir überhaupt stehen“, sagt Sprengart.
Für ihn ist zum Beispiel klar, dass unabhängig von der Lösung künftig im Kindergarten gekocht und gegessen werden soll. Die aktuelle Lösung Ludwig-Katz-Haus soll auf Sicht eine Übergangslösung sein. Das sei zum Beispiel ein Punkt, der in der Machbarkeitsstudie berücksichtigt werden soll.