Meinung Rückzahlung von Corona-Hilfen: Was bleibt, ist Frust
Die Corona-Soforthilfe, die zu Beginn der Pandemie schnell und unbürokratisch an Unternehmen gezahlt wurde, dürfte bei etlichen Betroffenen für Erleichterung gesorgt haben. Fünf Jahre später ist davon nichts mehr zu spüren. Stattdessen macht sich Frust breit und es prallen zwei Argumente aufeinander: Der Bund will kontrollieren, dass keine Steuergelder verschwendet werden oder Betrüger sich bereichern.
Die Unternehmer wiederum verstehen die Welt nicht mehr: Sie mussten schließen, durften kein Geld mehr verdienen. Sie empfinden den dreimonatigen Bemessungszeitraum, der zur Überprüfung der Hilfe angelegt wird, als unfair – und in Teilen ist er das auch. In der Folge fühlen sich Geschäftsleute von der Politik allein gelassen. Neben dem finanziellen ist ein großer emotionaler Schaden entstanden und Vertrauen in die Politik verloren gegangen.
