Merzalben RHEINPFALZ Plus Artikel Projektwoche: Grundschüler tauchen ins Mittelalter ein

Gaukler „Mo“ zeigt den Schülerinnen und Schülern auf Burg Gräfenstein, wie jongliert wird.
Gaukler »Mo« zeigt den Schülerinnen und Schülern auf Burg Gräfenstein, wie jongliert wird.

Bei einer Projektwoche zum Thema Mittelalter haben Kinder aus der Grundschule Leimen/Merzalben auf der Burg Gräfenstein viel erlebt und so einiges gelernt.

Wikinger-Schach mit Rundhölzern, Balljonglage mit „Mo“, Brotbacken im alten Backofen, Ritterkampf und Theaterspiel: Die Projektwoche der Grundschule Leimen/Merzalben regte die Fantasie der Erst- bis Viertklässler an, faszinierte den Nachwuchs und gab viele Einblicke, die neue Perspektiven eröffneten.

Schulleiterin Diana Uhrig sagte beim Abschluss mit kleinem Burgfest: „Es war eine besondere Woche, in der sich die Kinder intensiv mit dem Leben im Mittelalter beschäftigten, ausprobiert, entdeckt, gelernt und mit großer Freude beteiligt haben.“ Für die Lehrerin und Ideengeberin Sharon Warth war es wichtig, den Bogen zu spannen zwischen der heutigen, digitalisierten Welt und dem Leben im Mittelalter mit den damaligen Werten. Zudem wollte sie für die Kinder einen Bezug zur Burg schaffen, die bei Wandertagen öfter besucht werde. Die Zeitreise wurde schließlich mit allen Sinnen und viel kindlichem Einsatz angetreten.

Frisch gebacken

Über Kräuterheilkunde sprach Heidrun Juner-Allmoslöchner. Sie schaffte es, dass die Kinder Gänseblümchen kosteten. Die Pflanzaktionen vor dem Schulhaus fand großes Interesse. Der absolute Höhepunkt der Projektwoche war das Brotbacken. In der Küche des Bürgerhauses umringten die Kinder den bemehlten Tisch. Sie schauten einem Bäcker zu, wie er den Sauerteig zum Kneten (nach Kilogramm abgewogen) auf den Tisch packte, und durften selbst Hand anlegen und mitkneten – was eine echte Herausforderung für sie war. „Das hat die Kinder super fasziniert“, berichtet Warth. Sie hätten große Augen bekommen, als das duftende Brot aus dem Backofen geholt wurde. Das Urteil der Kleinen: das beste Brot der Welt.

Beim kleinen Burgfest am Freitag wurde noch einmal viel geboten. Gaukler „Mo“ All-Saffar wartete auf die Schüler. Sie durften ihr Geschick beweisen. Mit Bällen zu jonglieren, war unter anderem angesagt. Aus einem Eimer wurden mit Stöcken und Seilen Gegenstände herausgeangelt. Mit Rund- und Kanthölzern wurde Wikinger-Schach auf der grünen Wiese gespielt, während echte Schachbretter mit Figuren zum Grübeln einluden. Für das kleine Theaterstück standen liebreizende Burgfräuleins, kleine Köchinnen und kämpfende Ritter parat. Ritter brachte auch Jochen Korell mit. Für seinen Ritterkampf mit Schwert gab es viel Applaus.

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