Leimen / Merzalben
Was die Besucher beim Burgfest der Grundschule Leimen/Merzalben erwartet
In der Projektwoche zum Thema „Mittelalter“ gibt es an der Grundschule Leimen/Merzalben von Montag, 13., bis Freitag, 17. April, viele Angebote: Es werden Hochbeete bepflanzt und Kostüme genäht, außerdem wird Brot gebacken und sogar ein Theaterstück einstudiert. Die Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klasse nehmen jahrgangsübergreifend an den Aktionen teil. Krönender Höhepunkt ist das öffentliche Abschlussfest am Freitag, 17. April, auf Burg Gräfenstein.
Das Mittelalter übe große Faszination auf die Menschen aus, informiert Schulleiterin Diana Uhrig. Gerade für Kinder sei die Beschäftigung mit Burgen, Rittern, Königen und deren Umfeld immer sehr spannend. „Wir haben vor Ort eine unglaublich tolle Burg, die wir gerne an Wandertagen besuchen“, sieht Uhrig darin einen direkten Bezug zum Gegenstand der Projektwoche gegeben. Auch außerschulische Besuche auf Gräfenstein weckten das Interesse der Kinder. Aus Sicht des Kollegiums sei es daher sinnvoll, sich diesem Thema zu widmen und es weiter zu erforschen, sagte die Schulleiterin. Wertvolle Unterstützung habe sie von Lehrerin Sharon Warth erhalten, die eigens ein digitales Buch mit einer Geschichte für diese Woche erstellt und damit mehrere Projekte ins Leben gerufen habe. Hilfe geleistet habe ferner der Vater eines der Kinder, „Joe“ Korell, der über großes Wissen zum Thema Mittelalter verfüge.
Wird ein eigenes Schulwappen entwickelt?
Die Liste der Angebote umfasst vier große Blocks. Der erste beinhaltet unter anderem mittelalterliche Spiele wie Murmeln, Steckenpferde, Mühle und Schach, die mit den Kindern nachgebaut und natürlich auch gespielt werden. Auch Wappenkunde zählt dazu – wobei Wappen möglichst authentisch unter Beachtung der Farben, Tierzeichen und anderem mehr selbst hergestellt werden sollen. „Eventuell wollen wir auch ein eigenes Schulwappen entwickeln“, verrät die Schulleiterin.
Im zweiten Block geht es um Ernährung im Mittelalter. Unter Anleitung der Bäckerei Lickteig aus Donsieders wird im historisch nachgebauten Backofen am Bürgerhaus Brot zubereitet. Die Gemeindearbeiter werden dafür früh morgens den Backofen anheizen und auf Temperatur bringen. Weiterhin findet unter Anleitung von Kräuterfrau Heidrun Johner-Almoslöchner eine Kräuterwanderung statt. Ebenso werden Pflanzen der Gärtnerei Klaus Pfundstein mit Unterstützung von Bernd Joram in einem Hochbeet eingepflanzt – angedacht ist, zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht einen Schulgarten anzulegen. Nicht zuletzt werden für ein selbst geschriebenes Theaterstück von Sharon Warth die passenden Kostüme und Utensilien gebastelt.
Burgführungen, Gaukler und selbst gebackenes Brot
Das von den Schülern und Lehrkräften Erarbeitete wird am 17. April beim großen „Mittelalterlichen Finale“ dem Publikum in den altehrwürdigen Gemäuern der aus dem Jahr 1237 stammenden Burg Gräfenstein präsentiert. Zunächst wird Gästeführerin Gaby Martin die Kinder hoch zur Burg begleiten und ihnen viel Spannendes über das damalige Leben erzählen. Die Schüler werden ihre selbst gebastelten Spiele vorführen und mit den Gästen testen. Ein Gaukler wird mit den Schülern jonglieren, während Martin kleine Burgführungen anbieten und mit der Burg in Verbindung stehende Sagen erzählen wird. Anschließend wird das selbst gebackene Brot verzehrt – möglicherweise bestrichen mit Quark und selbst hergestellter Butter, „wenn sie klappt“.
„Unser Burgfest ist öffentlich. Es ist uns wichtig, Schule zu öffnen und die Menschen beider Ortsgemeinden mit einzubeziehen“, betont Uhrig. Die Ausrichtung der Veranstaltung übernimmt der Schulförderverein, Spenden zur finanziellen Unterstützung sind willkommen. In diesem Zusammenhang dankt die Schulleiterin Ortsbürgermeister Michael Köhler sowie Robert Metz und Sergej Lider für die Tipps am Brotbackofen und allen weiteren Helfern. Ihr positives Fazit: „Wir sind bei der Vorbereitung ausschließlich auf hilfsbereite Menschen getroffen, die uns gerne unterstützen und sich mit einbringen. Das ist unglaublich schön.“