Dahn Neuer Rundweg: 800 Meter auf jüdischen Spuren in Dahn unterwegs

Der Ausgangspunkt ist am Alten Rathaus in der Marktstraße. Dort ist auch diese Informationstafel aufgestellt worden.
Der Ausgangspunkt ist am Alten Rathaus in der Marktstraße. Dort ist auch diese Informationstafel aufgestellt worden.

Ein neuer Rundwanderweg macht die jüdische Geschichte Dahns erlebbar: Viele Informationen sind nachzulesen, auch Hörstücke sind extra aufgenommen worden.

Dahn verfügt über eine neue touristische und geschichtsträchtige Attraktion: der Rundweg „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Dahn“. Dieser Weg bietet die Möglichkeit, das ehemalige jüdische Leben in der Stadt Dahn zu entdecken. Der Ausgangspunkt des neuen Weges befindet sich links neben dem Alten Rathaus in der Marktstraße. Auf einer dort aufgestellten Info-Tafel ist der Weg beschrieben. Er hat acht Stationen, darunter die ehemalige jüdische Synagoge und das jüdische Schulhaus mit Mikwe in der Schäfergasse.

Besucher können sich einerseits mit einem Flyer, der in der wettergeschützten Box an der Info-Tafel bereitliegt, über das ehemalige jüdische Leben in Dahn informieren. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, unterwegs mit QR-Codes ausführlichere Infos mit dem Smartphone aufzurufen. Auf der Homepage des Fördervereins Landjudentum im Wasgau befinden sich zu jeder Station Texte und Audio-Dateien. Besucher können sich so während des Ablaufens des Weges auch akustisch informieren.

60 bis 90 Minuten Geschichte erkunden

Die Route führt auch zum Gefallenendenkmal sowie zu Stationen in der Marktstraße, Weißenburger Straße und Kanalstraße. Jede Station hat einen Bezug zur jüdischen Geschichte. Außerdem werden Schicksale von ehemaligen jüdischen Familien in Dahn dokumentiert. Der Rundweg ist barrierefrei und führt auf einer Strecke von etwa 800 Metern durch die Geschichte, die in 60 bis 90 Minuten erkundet werden kann.

Der Förderverein Landjudentum im Wasgau hat diesen Weg geschaffen. Der Rundweg wurde außerdem im Rahmen eines Bürgerprojekts von der LAG (Lokale Aktionsgruppe) Pfälzerwald Plus mit 2000 Euro unterstützt. Die Audio-Dateien entstanden im Ton-Studio von Christian Chini. Außerdem wurde der Förderverein bei der Schaffung des Weges von der Stadt Dahn und der Stiftung der VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau unterstützt. Am vergangenen Samstag eröffnete der Förderverein im Beisein von Landrätin Susanne Ganster, Michael Zwick, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, und Stadtbürgermeister Holger Zwick sowie dem Landtagsabgeordneten Alexander Fuhr den neuen Rundweg. Im Rahmen dessen wurden auch Fördermöglichkeiten für die Schaffung eines Begegnungszentrums in der ehemaligen jüdischen Synagoge erörtert.

Online

https://landjudentum-wasgau.de/index.php/rundweg-dahn/
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