Waldfischbach-Burgalben
Neue Kita für maximal acht Gruppen
Mit Blick auf den Neubau hat die Gemeinde bei einem Gespräch mit dem Landesjugendamt geklärt: Es darf keine zwei Kindergärten mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten, geführt von zwei verschiedenen Trägern, unter einem Dach geben. Diese Idee war geprüft worden, um Eltern vielleicht auch zukünftig das Konzept des katholischen Kindergartens anbieten zu können. „In Bezug auf eine gemeinsame Trägerschaft mit der katholischen Kirche führt das Landesjugendamt aus, dass eine Einrichtung mit zwei Trägern nicht betriebserlaubnisfähig sei“, berichtete Bürgermeister Michael Oestreicher (BWB). So müsse beispielsweise im Außenverhältnis gegenüber Eltern die Verantwortung für das gesamte Personal bei einem Träger liegen.
Sanierungsbedürftig: Die immensen Kosten sind der Hauptgrund dafür, dass die katholische Kirche das bisherige Kindergartengebäude aufgeben und die Trägerschaft abgeben will. Doch auch der protestantische Kindergarten ist in die Jahre gekommen. Hier gibt es Überlegungen, dass die Kirche die Trägerschaft behält und in der Einrichtung unweit der Grundschule Heidelsburg in Waldfischbach-Burgalben zwei Kindergarten- und zwei Hortgruppen unterbringt. Ob und in welcher Form das möglich ist, soll mit Blick auf die Anforderungen des neuen Kita-Gesetzes Anfang nächsten Jahres feststehen. Dann will das Landesjugendamt den Kindergarten unter diesem Aspekt unter die Lupe nehmen.
Ringstraße zur Ringstraße machen
Vor dieser Entwicklung war sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag einig, einen größeren Neubau für bis zu acht Gruppen zu planen. Der Kindergartenausschuss hatte das bereits empfohlen. Ein Knackpunkt sei die Verkehrsbelastung, „die in der Ringstraße entstehen kann“, gab Armin Fösser (FWG) zu bedenken. Und nicht nur dort, sondern auch in der Allee- und Rosenbergstraße, die Zubringer sein werden, ergänzte Wolfgang Leidecker (CDU).
Das habe schon Probleme gemacht, als in dem Gebäude noch Kindergarten und Grundschule untergebracht waren, sagte Andreas Peiser (SPD). Der Bauausschuss soll sich frühzeitig damit beschäftigen, sagte Michael Oestreicher. Eine Idee sei, das Schulgebäude abzureißen, dort Parkplätze zu schaffen und die Zufahrt über den kleinen Zubringer zu regeln, der erweitert würde. „Dann wäre die Ringstraße außen vor“, sagte Oestreicher. Eine andere Idee, wurde im Rat eingeworfen, könnte sein, die Ringstraße – die bislang keinen Ring bildet, da sie am früheren Schulgelände endet – tatsächlich als Ringstraße auszubauen. Neben dem Bau wird also die Verkehrsfrage bei diesem Projekt wichtig werden.