Waldfischbach-Burgalben
Katholischer Kindergarten wird schließen
Baulich bedingt, aufgrund des ständig steigenden Sanierungsaufwandes sieht der Träger des Kindergartens, die Katholische Pfarrgemeinde Waldfischbach-Burgalben, spätestens Ende 2025 das Ende für die Einrichtung in der Schulstraße gekommen. Ein Neubau komme nicht in Betracht. Von Seiten des Pfarrers war bereits im August signalisiert worden, dass die Kirchengemeinde bereit wäre, die Trägerschaft abzugeben – wenn sichergestellt sei, dass die Ortsgemeinde die Kinder in ihre kommunale Einrichtung übernehme. Ebenso müsste das Personal mit all seinen Zusatzversicherungen übernommen werden. Das wurde von Kirchenseite noch mal in einem Gespräch Mitte September bekräftigt, an dem ein Vertreter des Bischöflichen Ordinariats teilnahm.
Protestantische Kita bleibt
Auch am Protestantischen Kindergarten „Arche Noah“ in der Philipp-Rothhaar-Straße sind Investitionen ins Gebäude erforderlich, für die der Träger, die Protestantische Kirchengemeinde, kein Geld hat. Allerdings hatte Pfarrer David Gippner erklärt, dass keine Absicht bestehe, die Trägerschaft aufzugeben.
Oestreicher hatte gemeinsam mit dem Kreisjugendamt die Träger der beiden konfessionellen Kindergärten, in denen im Schnitt jeweils 80 Kinder bis zum Hortalter betreut werden, zum Gespräch gebeten, um zu klären, wie der Bedarf an Kindergartenplätzen in der Gemeinde künftig gedeckt werden kann. Hintergrund sind die Pläne der Ortsgemeinde, den kommunalen Kindergarten „Regenbogen“ neu zu bauen auf dem bisherigen Pausenhof der früheren Grundschule. Der kommunale Kindergarten ist aktuell noch – unter teils schwierigen Bedingungen – im früheren Grundschulgebäude untergebracht.
Neue Modelle für die Kinderbetreuung
Vorgesehen war ursprünglich, einen Kindergarten zu bauen, der bis zu vier Gruppen Platz bietet. Laut Architekt, erläuterte Oestreicher am Dienstag in der Ratssitzung, könnte auf dem Standort ein Gebäude realisiert werden, das bis zu zehn Gruppen Platz bietet. Es gibt nun Denkmodelle, die bereits einbeziehen, dass es spätestens Ende 2025 keinen katholischen Kindergarten mehr gibt. Denkbar wäre – dann müsste sich die Ortsgemeinde wohl an Sanierungskosten beim Gebäude der Protestantischen Kita beteiligen – dass dieses Haus bestehen bleibt und Platz für zwei Kindergartengruppen und zwei Hort-Gruppen bietet. Letzteres vor dem Hintergrund, dass die Grundschule in unmittelbarer Nähe der Kita steht und Hort-Kinder keinen weiten Weg nach Burgalben in die gemeindliche Kita zurücklegen müssten. Denkbar wäre auch, das hätte wohl dauerhaft deutlich höhere Kosten zur Folge, dass im neu zu bauenden Gebäude in Burgalben zwei Kindergärten untergebracht werden. Das würde aber zwei Eingänge, zwei Küchen und vieles mehr erfordern.
Diese Varianten sollen mit dem Landjugendamt rechtlich geprüft werden. Der Vertreter des Kreisjugendamtes empfiehlt ohnehin, mit konkreten Bauplanungen zu warten, bis vom Landesjugend die neuen Vorgaben für Größen von Gruppen- und Nebenräumen vorliegen.