Rieschweiler-Mühlbach RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Bobby-Car-Strecke: Wie Kita-Kinder in Rieschweiler ihre Wünsche einbringen

Die Kita Kuckucksnest – hier ein Bild aus dem Jahr 2020.
Die Kita Kuckucksnest – hier ein Bild aus dem Jahr 2020.

Der Außenbereich der Kindertagesstätte „Kuckucksnest“ in Rieschweiler-Mühlbach soll freundlicher gestaltet werden. Dabei fließen auch Ideen der Kinder mit ein.

„2025 sollen die Arbeiten noch beginnen.“ Ortsbürgermeister Peter Roschy (SPD) ist zuversichtlich, dass das Außengelände der rund 45 Jahre alten Einrichtung in einigen Monaten zumindest teilweise sein Gesicht verändert. Verschwinden sollen große Teile der Asphaltdecke, die eine große Fläche der Außenanlage bedeckt. Sie stammt noch aus der Zeit, als das Gebäude im Ortsteil Höhmühlbach als Schulhaus genutzt wurde, was bis in die 1970er Jahre der Fall war.

Der Ortsgemeinderat, auf dessen Agenda das Thema für die Sitzung am Montag, 23. Juni, steht, befasst sich mit dem Projekt Außenanlage nicht zum ersten Mal. Im März 2023 war das Außengelände bereits Thema, damals wurden Pläne vorgestellt. Zuvor hatte der Beirat der Kita das Thema diskutiert und Vorschläge – auch mit Blick auf die Wünsche der Kinder – gesammelt und formuliert. „Eine Erzieherin hat dabei immer die Sicht der Kinder vertreten“, blickt Roschy auf den Prozess zurück. So sei auch die Idee einer Bobby-Car-Rennstrecke für den Hof entstanden – die nun auch umgesetzt werden soll.

Immer wieder Wasser im Keller

Dazu muss der Asphalt im Hof verschwinden, der große, zentrale Lindenbaum dagegen bleibt erhalten. Er dient auch künftig als Schattenspender, berichtet Roschy. Dem Thema Schatten werde zudem mit einigen Sonnensegeln Rechnung getragen. Gegen Hitze und Sonneneinstrahlung sei in jüngerer Vergangenheit auch etwas am Gebäude verbessert worden. Roschy berichtet von einer neuen Klimaanlage sowie modernem Sonnenschutz am Kita-Gebäude. „Das war eines der Ergebnisse eines Runden Tisches zur Kita“, so Roschy.

Damit nun auch etwas am Außengelände passieren kann, muss der Ortsgemeinderat entsprechende Aufträge vergeben. Rund 200.000 Euro kostet die Umgestaltung, zumindest ist diese Summe eingeplant. Ob sie reicht, werde sich noch zeigen, sagt Roschy. Bei den Umbauten soll auch etwas gegen Hochwasser getan werden. Nach starken Regenfällen war immer wieder Wasser in den Keller der Einrichtung gelaufen. Nach den Bauarbeiten soll das nicht mehr der Fall sein, sagt Roschy.

Millionenprojekt steht an

Mit Blick auf die Kita stehen der Ortsgemeinde in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach noch weitere, weitaus höhere Investitionen ins Haus. Im März 2024 war im Rat eine Machbarkeitsstudie vorgestellt worden mit Blick auf eine mögliche Erweiterung der Einrichtung. Die Kita, untergebracht in einer ehemaligen Schule und bereits mehrfach umgebaut und erweitert, platzt aus allen Nähten. Über die Jahre ist der Platzbedarf, Stichworte Mittagessen und Mittagsruhe, immer größer geworden. Die Kindertagesstätte Kuckucksnest ist für 90 Kinder ausgelegt, einige wenige Plätze sind für Kinder unter vier Jahren vorgehalten, der Löwenanteil verteilt sich auf Teilzeit- und Vollzeitplätze. Für die Betreuung der Kinder sind rund ein Dutzend Vollzeitstellen vorgesehen. Etwas mehr als die Hälfte der Kinder essen in der Kita auch zu Mittag.

Die Machbarkeitsstudie hatte mehrere Varianten einer Erweiterung berücksichtigt, auch ein Neubau hatte im Raum gestanden. „Wir reden da von einem Millionenprojekt“, sagt Roschy, der von Kosten – vorsichtig geschätzt – von rund drei Millionen Euro ausgeht. Allerdings sei das noch Zukunftsmusik. Im aktuellen Doppelhaushalt für die Jahre 2025 und 2026 sei kein Geld für eine Erweiterung eingeplant. Frühestens bei der Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltes 2027/2028 sei das ein Thema. „Wir wollen auch abwarten, bis die Photovoltaikanlage Erträge liefert, die wir dann dafür unter Umständen nutzen können“, sagt Roschy. Mit Geld aus der Solarstrom-Gewinnung sei erst 2026 zu rechnen.

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