Kleinsteinhausen
Nachrichten aus dem Ortsgemeinderat
KITAS
Die kommunale Kindertagesstätte in Kleinsteinhausen bleibt in der Regie der Ortsgemeinde. Einen Wechsel in einen von der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land angestrebten Zweckverband lehnte der Ortsgemeinderat am Mittwoch einstimmig ab. Das Thema steht seit einigen Monaten auf den Tagesordnungen der Ortsgemeinderäte. Aus Kleinsteinhausen waren schon früh Signale gekommen, dass man die Trägerschaft der Einrichtung im Ort behalten möchte. Wie Ortsbürgermeisterin Martina Wagner (CDU) am Mittwoch berichtete, gab es eine Sitzung mit den Erziehungskräften und den Ratsmitgliedern. Tendenz: Der Betrieb laufe reibungslos, ein Wechsel der Trägerschaft sei nicht notwendig. Helmut Huber riet, darauf zu achten, dass die Ortsgemeinde nicht an möglichen Kosten der anderen Kitas beteiligt wird. „Das läuft alles über den Zweckverband“, sagte Martina Wagner, die versprach, genau hinzuschauen. Oliver Katitsch wollte wissen, ob sich an der abgefragten Meinung des Teams der Einrichtung inzwischen etwas geändert hat, was Wagner verneinte.
WALD
Im laufenden Jahr sollen im Kleinsteinhausener Wald rund 370 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Das teilte die zuständige Revierförsterin Maria Jäger in der Sitzung des Ortsgemeinderates mit. Die Menge liege unter dem vor einigen Jahren festgelegten Maß an Holz (570 Festmeter), das pro Jahr im Wald geschlagen werden soll. Das liege unter anderem daran, dass im vergangenen Jahr rund 200 Festmeter mehr Holz als geplant geerntet werden mussten, Stichwort Käferbefall. Auch 2022 müsse wieder mit sogenanntem Käferholz gerechnet werden, insbesondere aus dem Fichtenbestand. Der Forstwirtschaftsplan gehe in etwa „null auf null“ auf, sagte Jäger. Auch im laufenden Jahr werde wieder in den Zukunftswald investiert, wofür auch die Daniel-Theysohn-Stiftung Geld bereitstelle. Jägers Chef Florian Kemkes, der Leiter des Forstamts Westrich, versprach eine Waldbegehung im Sommer anzubieten. Der Ortsgemeinderat votierte einstimmig dafür, rund 5000 Euro in die Baumpflege am Zaun entlang des Gewerbegebietes zu investieren. Der Auftrag wurde an eine Firma vergeben.
BAUGEBIET
Bis Ende des Jahres soll das Baugebiet „Auf dem alten Feld“ in Kleinsteinhausen erschlossen sein. Die Bauarbeiten sollen noch im März beginnen, zuvor musste der Ortsgemeinderat noch einigen kleineren Änderungen am Bebauungsplan zustimmen. Rund ein Dutzend Mal mussten die Mitglieder des Ortsgemeinderats Kleinsteinhausen ihre Zustimmung erteilen, bevor das Neubaugebiet, das Kleinsteinhausen um mehr als 20 Familien größer machen soll, in trockenen Tüchern war. Rainer Martin von der Firma Artec Bauprojekte aus Ramstein-Miesenbach, die das Baugebiet erschließt und vermarktet, trug die eingereichten Einwände und Stellungnahmen von Behörden und Privatpersonen vor. 29 Stellungnahmen zu den ausgelegten Plänen seien eingegangen, 13 davon hätten Hinweise und kleinere Änderungswünsche enthalten. Doch niemand habe grundsätzliche Bedenken zu dem Neubaugebiet geäußert, sagte Martin. Die Hinweise bezogen sich etwa auf das Oberflächenwasser (Martin: „Wir haben alles durchgerechnet“), auf den Naturschutz oder auf mögliche archäologische Funde, die im Falle eines Falles dokumentiert werden müssten. Von Anwohnern waren Sorgen mit Blick auf mögliche in der Bauzeit entstehende Schäden an Häusern und Straßen geäußert worden. Rainer Martin versprach, den Ist-Zustand vor Beginn der Arbeiten zu dokumentieren. Das Baugebiet soll im Südwesten des Dorfes entstehen – westlich von Friedhofstraße, Brunnenweg und Kapellenweg. Am Brunnenweg sollen die Arbeiten beginnen. Die Straße wird verlängert und gabelt sich dann später in zwei Straßenarme, an denen dann die Baugrundstücke entstehen sollen. Noch für März ist der sogenannte Einweisungstermin mit den beteiligten Firmen geplant, der dann den Startschuss für die Arbeiten markiert. Nach den Angaben von Rainer Martin soll das Gebiet bis zum Ende des Jahres fertig erschlossen sein.
