Leimen RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Heuballen-Brand suchen die Rinderbarone händeringend Winterfutter

Auf den idyllischen Bornwiesen erkunden die Schottischen Hochlandrinder ihre grüne Umgebung.
Auf den idyllischen Bornwiesen erkunden die Schottischen Hochlandrinder ihre grüne Umgebung.

Die 155 Heuballen, die Anfang der Woche bei Leimen verbrannt sind, sollten das Winterfutter für die Hochlandrinder der Rinderbarone sein. Ein harter Schlag für die Züchter.

40 Schottische Hochlandrinder und ihre Besitzer, die Rinderbarone, stehen vor einem harten Winter. 155 Heuballen, die die Tiere gesund und satt über die kalte Jahreszeit hinwegbringen sollten, sind verbrannt. Kein gerolltes Heu liegt mehr in der Nähe des Bornwiesentals bereit – die Ballen wurde ein Raub der Flammen. Jetzt suchen die Leimer Cowboys händeringend nach frischem Winterfutter.

Die Heuballen brannten lichterloh, als die Feuerwehr in der Nacht auf Montag an der Unglücksstelle eintraf.
Die Heuballen brannten lichterloh, als die Feuerwehr in der Nacht auf Montag an der Unglücksstelle eintraf.

Der Brand in der Nacht von Sonntag auf Montag traf die „Rinderbaron UG“ hart. Das Biokraftfutter war Anfang Juli in vielen Arbeitsstunden für die 40 Kyloe, die Schottischen Hochlandrinder, hergestellt worden. Nun sind die Heuballen verbrannt und mit Löschwasser getränkt – sie verrotten unangenehm riechend. Die ganze Arbeit war vergebens. Ein harter Schlag für die Leimer Cowboys.

Die Longhorn-Rinder gehören zum Dorf dazu

Zurzeit sind die Ochsen und Kühe auf den Bornwiesen. Ab Frühjahr bis Spätherbst fressen sie Gras auf ihrer Sommerweide. Im Winter steht die robuste Rinderherde im Tal, geschützt von Tannen und Kiefern. Wenn das Weidegrün nicht mehr ausreicht, wird zugefüttert – natürlich bio. So sollte es auch in diesem Jahr sein.

Im Jahr 2006 begann die erfolgreiche Geschichte mit sechs Leimer Cowboys und einer 19-köpfigen Herde. Seitdem gehören die Schottischen Hochlandrinder zum Dorf dazu. Unter schattenspendenden Bäumen am kleinen Josefsbach grasen sie. Besucher werden neugierig beäugt, und die Rinder trotten bis an den stabilen, 3000 Meter langen Weidezaun. Ist das Interesse befriedigt, kehren die Wiederkäuer wieder auf ihre Genusswiese zurück.

Nach Brandschaden bitte um Heuspenden

Inzucht wird durch den regelmäßigen Austausch der Deckbullen verhindert, versichern die inzwischen vier Rinderzüchter. Stress innerhalb der Longhornrinderherde solle vermieden werden, um die Fleischqualität zu sichern. Dazu sei auch das richtige Futter entscheidend – die Heuballen in Bio-Qualität, die nun verbrannt sind. „Das Futter, also die verbrannten 155 Heuballen, waren exakt jene Menge, die wir für die Winterfütterung 2025/2026 benötigen. Nun sind wir natürlich mächtig aufgeschmissen“, erklärt Sven Andersson, einer der Rinderbarone, frustriert.

„Wir haben direkt am Montagvormittag herumtelefoniert und nachgefragt, wo wir Winterfutter für unsere Rinder bekommen können“, berichtet er. Eine große Menge wie diese sei nicht leicht zu organisieren. Und teuer sei das zumal. Die Polizei habe den Sachschaden mit etwa 10.000 Euro gut geschätzt, sagt der Leimer Cowboy: „Wir wären für jede Heusachspende dankbar. Zulieferer können sich auch sofort bei uns melden.“ Kontakt: Mijo Savic, Telefon 0176 61859120.

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