Winterbach
Nach den Sommerferien soll der Kindergartenanbau fertig sein
Noch vor der Weihnachtswoche konnten die Gipserarbeiten erfolgen und der Estrich eingebaut werden. „Jetzt gilt es, täglich zu lüften, damit die sich entwickelnde Feuchtigkeit aus dem Gebäude entweichen kann“, sagte Ortsbürgermeister Andreas Weizel vor Weihnachten.
Für die Erweiterung muss die Gemeinde rund 700 000 Euro finanzieren. Vom Landkreis gibt es einen Zuschuss von 200 000 Euro. Was die Winterbacher ärgert: Dass ein großer Teil der Kosten an der Gemeinde hängen bleibt, obwohl sie mit der Erweiterung eine Vorgabe der Landes- und Bundespolitik erfülle, damit jedes Kind einen Kindergartenplatz bekommt. Hier werde eine Aufgabe auf die unterste Ebene delegiert, und das Dorf zahle die Zeche, weil es 20 Jahre Schulden abtragen müsse. „Wir schaffen gerne erforderliche Kindergartenplätze, aber es wurde der alte Grundsatz vergessen – wer bestellt, der bezahlt“, sagt der Ortsbürgermeister.
Die dem ehemaligen Schulgebäude farblich angepassten Alufenster und Türelemente sind von hochwertiger Ausführung, damit sie trotz Sonneneinstrahlung funktionstüchtig bleiben. Für die Fensterarbeiten mit Windfang und Vordach am Eingang ergeben sich Kosten von 50 000 Euro. Für den Innen- und Außenputz des Gebäudes sind 27 000 Euro notwendig. Den Außenputz lässt die Gemeinde erst im Frühjahr auftragen, um Frostschäden auszuschließen. Die Verlegung des Dämmmaterials auf der Bodenplatte vor dem Einbau des Estrichs hat die Gemeinde in Eigenleistung ausgeführt. Die Estricharbeiten kosteten so nur 4000 Euro. Für die Zimmererarbeiten mit Einbau der Akustikdecke samt Elektroverkabelung sind 65 000 Euro angefallen.
Die Dacheindeckung mit Abdichtung des Gebälks wurde in Eigenleistung unter fachlicher Anleitung der örtlichen Dachdeckerei des Bürgermeisters ausgeführt. Hier ergab sich für die Gemeinde eine Einsparung von 28 000 Euro, da für die Arbeiten nur noch 30 000 Euro notwendig waren. Die Sandsteinmauer mit den Sandsteinplatten hat der Beigeordnete Hans Schneble mit seinen Helfern angebracht, was ebenfalls zu einer deutlichen Einsparung geführt hat. Beim Treppenaufgang möchte man ebenfalls noch Eigenleistung zur Kostensenkung einbringen. Die Schlosserarbeiten für die Fluchttreppen und den Brandschutz mit zirka 11 000 Euro hat Metallbau Wilden aus Schmitshausen ausgeführt.
Die Heizungs- und Lüftungsarbeiten mit Umänderungen im bisherigen Kindergarten wird Haustechnik Andreas Müller aus Winterbach für etwa 45 000 Euro erledigen. Die Elektroarbeiten mit Anpassungen im Altbau von ungefähr 40 000 Euro wird die Firma Bozek und Christmann aus Nünschweiler ausführen.
Erfreut sind die Ratsmitglieder, die Kindergartenleiterin Jutta Kehrer und der Ortsbürgermeister über die hellen Räume des Erweiterungsbaus. Die Entscheidung zur großen Fensterwand sei richtig gewesen. Im vorhandenen Kindergarten müssen für den Wickelraum und den Sanitärbereich einige bauliche Änderungen vorgenommen werden. Außerdem betrifft dies den veralteten Elektroschaltkasten und kleinere Veränderungen an der Heizung. Durch die Vergrößerung des Gruppenraumes ist auch die Erneuerung des Fußbodens notwendig. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im Sommer soll der Kindergarten rundum funktionstüchtig sein.
