Thaleischweiler-Fröschen
Mit Verspätung: Warum die Bahn länger für den Umbau des Bahnhofs Biebermühle braucht
Im Februar begannen die Arbeiten zur Sanierung der Bahnsteige des Bahnhofs Pirmasens-Nord auf der Biebermühle. Die Arbeiten an den Bahnsteigen sind abgeschlossen. „Die DB hat die Bahnsteige inklusive deren Ausstattung und Beleuchtung modernisiert. Alle Bahnsteige sind planmäßig im Laufe des Jahres 2024 in Nutzung gegangen“, teilte eine Bahn-Sprecherin auf Anfrage dieser Zeitung mit.
Rund 14 Millionen Euro werden in die Modernisierung der Bahnanlage investiert. Die reinen Baukosten belaufen sich auf 8,2 Millionen Euro. 6,1 Millionen Euro davon trägt die Deutsche Bahn, 1,1 Millionen Euro steuert das Land Rheinland-Pfalz bei, eine Million Euro übernimmt der Kreis Südwestpfalz. In den Baukosten von 8,2 Millionen Euro nicht enthalten sind die Aufzüge, die künftig jeden Bahnsteig barrierefrei erreichbar machen.
Laut Bahn werden 2025 die historischen Dächer inklusive der Beleuchtung wieder vor Ort montiert und fertiggestellt. Zudem setzen die Bauteams Arbeiten am Aufzugsschacht am Bahnsteig 2 und die Sanierung der Personenunterführung fort. Außerdem stehen die Montage der Aufzüge sowie einige Restarbeiten an.
Die Bahn räumt ein, dass während der Arbeiten unerwartete Probleme aufgetreten seien. „Aufgrund unvorhergesehener Umstände im Baufeld, insbesondere bezüglich der Bestandsbauwerke, kam es während der Bauausführung zu Verzögerungen im Bauablauf“, teilte die Sprecherin mit. Zudem sei das Bauverfahren für die Sanierung der historischen Stützen während des Bauablaufes geändert worden. Das sei bei Beginn der Arbeiten am Bahnhof Pirmasens-Nord nicht absehbar gewesen.
Die Bahn geht davon aus, dass das Gesamtprojekt deshalb erst voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen werden kann. Die Arbeiten hätten nach der eigentlichen Planung im Mai 2025 beendet sein sollen. Ursprünglich war der Beginn des Bahnsteigumbaus für Anfang 2023 ins Auge gefasst worden. Davon musste abgewichen werden, weil es bei der Erstellung von Detailplanungen zu Verzögerungen kam und weil sicherheitsrelevante Prüfungen umfangreicher waren, als ursprünglich angenommen wurde.
Trotz der Verzögerung bewegten sich die Kosten weiterhin im vorgesehenen Rahmen, so die Bahnsprecherin. In den Gesamtkosten von 14 Millionen Euro ist ein mehrere Millionen Euro umfassender Puffer enthalten.
Für den Landkreis Südwestpfalz, der vor kurzem das Bahnhofsgelände von der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Thaleischweiler-Fröschen gekauft hat und auch das Bahnhofsgebäude übernehmen wird, hat sich eine Möglichkeit ergeben, wie sich die Sanierung des Bahnhofsgebäudes und des Umfelds finanzieren lässt. Der Kreis möchte Mittel aus dem regionalen Zukunftsprogramm des Landes für strukturschwache Regionen dafür verwenden und hofft, dass die anderen Kommunen, die am Zweckverband Biebermühle beteiligt sind, ebenfalls Geld aus dieser Landeszuwendung in das Projekt einbringen werden.