Einwurf Meinung: Der Mensch bestiehlt die Tiere – und damit auch sich selbst

Solche Steingärten sind leichter zu pflegen, ziehen aber keine Vögel und Insekten an.
Solche Steingärten sind leichter zu pflegen, ziehen aber keine Vögel und Insekten an.

Der Mensch nimmt den Tieren ihren natürlichen Lebensraum weg, auch direkt vor der Haustür, etwa in Neubaugebieten. Wo wir stolz von schönem Wohnen sprechen, da lassen wir keinen Platz mehr für wertvolle Naturnischen. Das setzt sich fort bis in unsere gewachsenen Dorfstrukturen. Weiterer kostbarer Naturraum geht in der Landwirtschaft verloren, etwa wenn Hecken zwischen den Feldern und Pflanzen am Wegesrand verschwinden. Auch für Straßen und Gewerbeflächen wird Feldflur oder Wald benötigt.

Übertriebene Pflege, der Verzicht auf heimische Pflanzen und der Einsatz chemischer Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel haben deutliche Spuren hinterlassen. Das kann auch das eleganteste Vogelhäuschen mit feinstem Futter nicht mehr ausgleichen.

Wer es aber schafft, den eigenen Garten möglichst naturnah zu gestalten, der fördert den Artenreichtum und die frische, gute Luft – auch für seine Mitmenschen.

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