Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr als 2100 Menschen fordern Erhalt des Tagungsbetriebs in Maria Rosenberg

Werden die Pläne des Bistums umgesetzt, dann werden diese beiden Gebäude des Tagungsbetriebs abgerissen.
Werden die Pläne des Bistums umgesetzt, dann werden diese beiden Gebäude des Tagungsbetriebs abgerissen.

Terminschwierigkeiten haben diese Woche die Übergabe der Petition zum Tagungsbetrieb von Maria Rosenberg verhindert. 2153 Menschen lehnen die Bistumspläne ab.

Mehr als 2150 Menschen haben bislang die Petition „Ein Herz für Maria Rosenberg“ unterzeichnet. Sie fordert, die vorschnelle Schließung des Tagungsbetriebs im Wallfahrtsort Maria Roseberg zu stoppen. Die Initiatoren wollten die Petition in dieser Woche dem Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann überreichen. Dazu ist es nicht gekommen. Es war der Wunsch der Petitenten, dass es neben der Übergabe noch zu einem etwa einstündigen Gespräch mit dem Bischof kommt. Die Initiatoren sagten die Übergabe dann allerdings ab, weil es im Anschluss kein Gespräch gegeben hätte. Aus terminlichen Gründen sei das Gespräch an diesem Tag nicht möglich gewesen, teilte das Bistum auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Auf Nachfrage erklärte das Bistum, dass mit den Initiatoren ein Termin gesucht werde, bei dem der Bischof und Generalvikar Markus Magin die Petition entgegen nehmen und im Anschluss zum Gespräch bereit stehen. Der Termin ist mittlerweile gefunden, Übergabe und Gespräch sollen am 11. Dezember stattfinden.

Offenes Forum am 6. Dezember

„Die Menschen wünschen sich, dass ihr Bischof ihnen zuhört, ihre Sorgen ernst nimmt und gemeinsam mit ihnen Wege sucht, wie Maria Rosenberg als Ort des Glaubens, der Begegnung und der Hoffnung erhalten werden kann“, teilte Christian Wilhelm mit, der die Petition im Namen der Freunde des Rosenbergs auf der Openpetition-Plattform veröffentlicht hat. Ein offenes Gespräch mit dem Bischof wäre ein „wichtiges Zeichen der Wertschätzung und des echten Dialogs“.

Die Initiative lädt für Sonntag, 6. Dezember, 15 Uhr, zum öffentlichen „Forum Maria Rosenberg – Wohin geht die Reise? Zukunft im Dialog“ im Wallfahrtsort ein. Vertreter aus Kirche, Politik, Gesellschaft, Ehrenamt und Unterzeichner der Petition werden erwartet, um sich über konkrete Zukunftsperspektiven auszutauschen. Die Organisatoren hoffen, dass auch der Bischof an diesem Forum teilnimmt. Das Bistum selbst hatte nach den Rosenberg-Beschlüssen der Kirchengremien eine Diskussionsveranstaltung mit den Petitenten ins Gespräch gebracht. Die Diözesanversammlung hatte Workshops vorgeschlagen, die sich mit der Weiterentwicklung von Maria Rosenberg befassen und deren Ergebnisse bei der künftigen Konzeption berücksichtigt werden sollen.

„Kirche lebt vom Zuhören“

„Maria Rosenberg bewegt die Herzen vieler Menschen“, betonte Sylvie Nantcha, Mitglied der Diözesanversammlung und Koordinatorin der Initiative Zukunft von Maria Rosenberg. Sie bedauert das Votum der Diözesanversammlung für die Schließung des Tagungsbereichs und den Abriss einzelner Gebäude. Nantcha begrüßt das Gespräch mit dem Bischof als „deutliches Zeichen der Nähe und des Dialogs“. Es sei ein „starkes Signal des Vertrauens, der Verbundenheit und der gemeinsamen Verantwortung zwischen unserem Hirten und den Gläubigen. Eine synodale Kirche lebt vom Zuhören und vom Dialog – auch jenseits formaler Beschlüsse“, so Nantcha.

Maria Rosenberg gilt seit Jahrzehnten als Ort des Gebets, der Bekehrung und des geistlichen Aufbruchs. „Viele Gruppen, Gemeinschaften und Einzelpersonen engagieren sich dort mit großem Herzen und tiefem Glauben“, ergänzte Christian Wildegger von der Gemeinschaft Chara und Mitglied des Orga-Teams Zukunft von Maria Rosenberg. „Für sie ist Maria Rosenberg nicht nur ein Stück Geschichte, sondern ein Ort gelebter Spiritualität, der Menschen trägt, stärkt und verbindet.“

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