Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Kitas sollen Eltern über neue App informieren – Rat tut sich noch schwer

Ende April musste der Kindergarten im Rathaus wegen des Angriffs auf die Sparkasse geschlossen bleiben.
Ende April musste der Kindergarten im Rathaus wegen des Angriffs auf die Sparkasse geschlossen bleiben.

Um die Eltern besser informieren zu können möchte die Gemeinde Contwig für ihre Kindergärten eine App anschaffen. Der Gemeinderat tut sich aber noch schwer zuzustimmen.

Als Ende April wegen des Angriffs auf die Sparkasse der Kindergarten im Rathaus geschlossen bleiben musste, wurden die Eltern per Mail und Whatsapp informiert. Laut Bürgermeisterin Nadine Brinette sind Whatsapp-Gruppen streng genommen für offizielle Anlässe gar nicht zulässig, und es habe auch Missverständnisse gegeben. Deshalb hätten Eltern darauf gedrängt, die Kikom Kita App anzuschaffen, die der Bechhofer Kindergarten bereits nutzt. „Der Wunsch kam nicht von uns“, sagte Brinette am Donnerstag in der Sitzung des Gemeinderats. Sie sah das Angebot aber als „Service der Gemeinde“.

50 Euro im Monat und sechs neue Tablets

Für die Eltern sind das Herunterladen der App und die Nutzung kostenlos. Die Gemeinde müsste aber für ihre beiden Kindergärten in Contwig und Stambach etwa 50 Euro im Monat bezahlen. Dazu kommen sechs Tablets für jeweils 200 Euro – für jede Kita-Gruppe eins.

Der Gemeinderat tat sich angesichts der Kosten schwer zuzustimmen. „Das kommt mir eigentlich ein bisschen unnötig vor“, fand SPD-Sprecher Volker May. Holger Hell (SPD) wunderte sich, dass extra Tablets angeschafft werden sollen für eine App, die auch auf den PCs läuft, die bereits vorhanden seien. Franz Marterer (CDU) sagte zu dem Punkt, der kurzfristig auf die Tagesordnung genommen wurde: „Ich brauche mehr Infos.“ So sah es am Ende der kurzen Diskussion auch Volker May: „Mir fehlt Hintergrundwissen. Wenn’s wirklich sinnvoll ist, dann wollen wir das.“ Der Rat vertagte die Entscheidung und möchte Diana Fremgen in eine Sitzung einladen, die bei der Verbandsgemeinde für die Kindergärten zuständig ist.

In Bechhofen wird die App viel genutzt

Lisa Kopp, Kinderpflegerin in der Kita in Bechhofen, sagte am Freitag im Gespräch mit der RHEINPFALZ, dass Bechhofen die App seit etwa einem Jahr habe. „Die wird viel genutzt“, sagte sie. Die Kita gebe damit Infos an die Eltern weiter, die Leiterin könne das Personal auf deren Handys informieren, Eltern können ihre Kinder krank melden und zum Essen an- oder abmelden, und der Speiseplan werde dort veröffentlicht. Eltern könnten auch vermerken, ob jemand anderes ihre Kinder abholt, und es würden Termine bekannt gegeben. Dass jede Gruppe ein Tablet hat, hielt sie für gut: „Die sind einfach handlicher und praktischer.“

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