Kreis Südwestpfalz Hier gäb’s genug Platz für Rockkonzerte

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„Wenn Sie hier eines Tages wirklich gut 250 Mitarbeiter beschäftigen, werden Sie einer der größten Arbeitgeber auf dem Gebiet der Gemeinde Kirkel sein“, sagte deren Bürgermeister gestern während der Eröffnungsfeier für den gigantischen neuen Zentralkomplex der Firma DSV im gemeinsamen Kirkeler und Homburger Industriegebiet Zunderbaum. Hier führt der dänische Logistik-Multi seine drei saarländischen Niederlassungen an einem Ort zusammen.

„Die geografische Lage am Autobahnkreuz Neunkirchen ist für uns ideal“, pries Geschäftsführer Peter Fog-Petersen gestern den Standort, den die Speditionsfirma „De Sammesluttede Vognmaend“ (DSV) hier gefunden habe. 20 Millionen Euro hat das Unternehmen hier investiert – 17,5 Millionen für die Realisierung von Gebäuden und Anlagen, den Rest für Grundstückskosten. Nach halbjähriger Bauzeit vereinigt DSV hier nun seine vier Standbeine „Road“ (Spedition auf der Straße), „Air & Sea“ (Luft- und Seefracht), „Automotive“ (Logistik für die Autoindustrie, darunter Bosch, Michelin und VW) und „Solutions“ (Distributions- und Verpackungslösungen, Frachtmanagement, Waren für den Einzelhandel). War das dänische Unternehmen im Saarland bisher verstreut an zwei Adressen in Saarbrücken und einer in Saarlouis zu finden, so wurde am Zunderbaum nun ein 22 000 Quadratmeter großes Logistikzentrum aus dem Boden gestampft. Die DSV-Niederlassung auf einer Gesamtfläche von 65 000 Quadratmetern stellt neben dem neuen Michelin-Reifenlager die größte Firmen-Ansiedlung auf dem Zunderbaum-Areal dar. Im Juni fertiggestellt, wird der Logistik-Komplex jetzt von den 130 Mitarbeitern mit Leben gefüllt, die von den drei alten Saar-Standorten hierher gewechselt sind. Nach Aussage von Fog-Petersen soll die Mitarbeiterzahl langfristig verdoppelt werden. An den Außenfronten des Logistikzentrums stechen die 115 nebeneinander aufgereihten Laderampen ins Auge: An deren Rolltoren docken Lastzüge an, um ihre Fracht zu löschen beziehungsweise aufzunehmen. Petersen sagt, dass hier in Homburg täglich 2000 Sendungen umgeschlagen würden und dafür 220 Lastwagen beim Ein- und Ausgang von Waren im Einsatz seien. Zuletzt wurden deshalb Befürchtungen um zusätzliche Verkehrsbelastungen rund um den Zunderbaum laut. Kirkels Bürgermeister Frank John sagte gestern, wie’s wunschgemäß funktionieren soll: „Die Laster kommen hier vor der allgemeinen Hauptverkehrszeit an. Während der Stoßzeit wird ausgeladen, und hinterher kommen die Fahrzeuge, die die Ladung abholen.“ Je 10 000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen allein die riesige Lager- und die Umschlaghalle – unterteilt in Säle, die für sich genommen schon mehr als genug Platz etwa für große Rockkonzerte zu bieten scheinen. Liegt der Großteil des DSV-Areals auf Kirkeler Gemarkung, so befinden sich kleinere Teile davon auf dem Territorium der benachbarten Stadt Homburg. Alle damit verbundenen Unklarheiten, so Frank John, seien vor fünf Wochen in einer Gesprächsrunde mit Vertretern beider Kommunen und des Investors ausgeräumt worden. Der Bürgermeister: „Unsere Kommunalverwaltungen können die Ansiedlung von DSV nun als Blaupause zum Lösen von Problemen nutzen, die beim Erschließen von Gewerbegebieten auf dem Areal zweier Kommunen auftreten.“ |ghm

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