Schmalenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Große Enttäuschung über Absage des Autogottesdienstes

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Die Enttäuschung sei natürlich groß, fasst Peter Seibert, Bürgermeister der Holzlandgemeinde Schmalenberg, die Reaktionen im Ort auf die Absage des Weihnachtsgottesdienstes zusammen. „Wir hatten uns ja etwas Besonderes überlegt, viel Vorarbeit geleistet, und viele hatten sich schon gefreut“, sagt er.

In Schmalenberg sollte ein Auto-Weihnachtsgottesdienst auf dem Hartplatz des TuS stattfinden. Analog zu einem Besuch in einem Autokino hätte das bedeutet, dass die Menschen mit dem Auto zum Gottesdienst fahren, „und in ihrem Auto sitzen bleiben. Die Familien wären also immer im Auto zusammen gewesen, nicht in Kontakt mit anderen Familien“, sagt Seibert zur Idee, an deren Umsetzung schon kräftig gearbeitet wurde. Unter anderem wurde bereits die Beschallungsanlage installiert und ausprobiert „Die Leute haben erzählt, dass man es bis ins Dorf hinein gehört hat“, berichtet Seibert schmunzelnd. Der Schmalenberger Sportplatz liegt bekanntlich im Wald, deutlich entfernt vom Ort.

Entstanden war die Idee des Auto-Gottesdienstes, weil klar gewesen sei, dass der Platz rund um die Kirche nicht für einen Open-Air-Gottesdienst geeignet ist, wie er in den Nachbargemeinden Geiselberg und Heltersberg geplant war. Außerdem wollte man angesichts des winterlichen Wetters niemandem, schon gar nicht den älteren Gottesdienstbesuchern, zumuten, längere Zeit draußen zu stehen.

Zur Enttäuschung über die Absage des Gottesdienstes geselle sich aber auch Verständnis. Dabei gehe es gar nicht um den Punkt, dass möglicherweise zu viele Besucher mit dem Auto zum Gottesdienst nach Schmalenberg gekommen wären. Das hätte sich wohl regeln lassen. Aber es gehe um Frage der Solidarität, die in dieser Zeit so wichtig ist. In den Nachbargemeinden den Weihnachtsgottesdienst absagen, in Schmalenberg nicht – das wäre nicht solidarisch gewesen, sagt Seibert.

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