Hauenstein / Höheischweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Gottesdienste teils bis Januar abgesagt

Etliche Kirchen bleiben über die Weihnachtsfeiertage leer.
Etliche Kirchen bleiben über die Weihnachtsfeiertage leer.

Es wird nicht nur bei den familiären Feiern zu Weihnachten ein anderes Fest als sonst. Auch die Gottesdienste, deren Besuch für viele nach wie vor ein fester Bestandteil der Feiertage ist, stehen unter besonderen Vorzeichen. Während sie mancherorts stattfinden, sagen viele andere Pfarreien ihre Veranstaltungen ab.

Am Dienstagnachmittag hat beispielsweise die katholische Pfarrei St. Katharina in Hauenstein alle öffentlichen Gottesdienste ab sofort und bis zum 10. Januar abgesagt. „Wir haben heute Morgen im Pastoralteam die aktuelle Situation besprochen und in Absprache mit dem Pfarreirat festgelegt, dass bis zum 10. Januar keine öffentlichen Gottesdienste in der Pfarrei Hl. Katharina von Alexandrien gefeiert werden“, teilte Pfarrer Ulrich Nothhof am Dienstagnachmittag mit. Man habe im Team lange darum gerungen, und es sei nicht leicht gefallen, die Gottesdienste an Weihnachten abzusagen. „Wir sehen uns aber in der Verantwortung für die Gesundheit der Kirchenbesucher.“ In der Pfarrei, zu der die Kirchengemeinden Hauenstein und Schwanheim mit Lug zählen, stehen die Kirchen offen, das Friedenslicht aus Bethlehem, das die Pfadfinder nach Hauenstein gebracht haben, kann abgeholt werden. Die Seelsorger seien während der Feiertage telefonisch erreichbar.

Freiluft-Gottesdienst bei Hauensteiner Protestanten

Die Hauensteiner Protestanten gehen dagegen anders vor. Wie Heidi Röckel vom Presbyterium der protestantischen Kirchengemeinde Hauenstein am Dienstag mitteilte, wird an Heiligabend um 16 Uhr unter Wahrung der Abstandsregeln im Freien auf dem Vorplatz der Dreifaltigkeitskirche ein Gottesdienst gefeiert. Pfarrer Martin Grasse wird ihn halten, Eva und Stefan Sternberger begleiten ihn musikalisch. Der Platz ist abgesperrt, Zugang haben nur 100 Teilnehmer, die sich anmelden müssen. Der Zugang erfolgt von der Queichstraße her, der Ausgang zur Lindelbrunnstraße. Gottesdienstbesucher müssen Alltagsmasken tragen. Wie Heidi Brödel weiter informierte, werden allerdings alle sonstigen Gottesdienste in Hauenstein, die die Gottesdienstordnung bis zum 3. Januar vorgesehen hat, auf einstimmigen Beschluss des Presbyteriums abgesagt.

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„Hartem Lockdown anschließen“

Keine Freiluft-Gottesdienste an Heiligabend wird es dagegen in Höheischweiler, Hengsberg und Höhmühlbach geben, wie Pfarrerin Verena Gaul-Ehrenreich mitteilte. Die Presbyterien haben die Veranstaltungen „schweren Herzens abgesagt“, so Gaul-Ehrenreich. „Mit Vernunft und Weitsicht wollten sich die Presbyterien dem harten Lockdown auch in der Kirche anschließen“, heißt es in der Mitteilung.

Stattdessen gibt es auf der Homepage der Kirchengemeinde Höheischweiler ein Online-Angebot für Heiligabend. Pfarrerin Gaul-Ehrenreich bietet außerdem an, Christen in der Pfarrei eine Hausandacht vorbeizubringen, die dann in der Familie gelesen werden kann. Dazu gibt es ein kleines Bastelangebot für die Kinder. Am ersten Weihnachtstag um 10.10 Uhr in Höheischweiler (20 Plätze) und am zweiten Weihnachtsfeiertag um 9 Uhr in Höhmühlbach wird Gaul-Ehrenreich unter Einhaltung der Corona-Regeln Gottesdienste anbieten. Über die Weihnachtstage ist die Pfarrerin unter Telefon 06331/95458 zu erreichen.

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