Käshofen RHEINPFALZ Plus Artikel Förster will ein Auge auf die Laubbäume werfen

Der Käshofer Wald besteht zu 40 Prozent aus Nadelholz, den überwiegenden Teil bilden Laubbäume.
Der Käshofer Wald besteht zu 40 Prozent aus Nadelholz, den überwiegenden Teil bilden Laubbäume.

Käshofen hat im vergangenen Jahr mit seinem Wald ein Plus von rund 4200 Euro erzielt. Das berichtete Revierförster Jürgen Leis dem Gemeinderat am Dienstagabend. Aber auch in Käshofen gibt es Probleme mit der Fichte, zudem müsse in Zukunft ein Auge auf die Laubbäume geworfen werden.

760 Festmeter Holz wurden im vergangenen Jahr im Käshofer Gemeindewald eingeschlagen. Und trotz Käferholzes – Fichtenholz, das vom Borkenkäfer befallen ist und somit auf dem Holzmarkt kaum Wert hat – konnte Revierförster Leis das Jahr mit einem Plus von 4200 Euro beenden. Wie hoch jedoch die Verluste aufgrund des geringeren Wertes der Fichten sind, kann Leis nicht beziffern.

In den vergangenen Jahren ist der Holzpreis der Fichte wegen des sich immer weiter ausbreitenden Fichtenborkenkäfer enorm eingebrochen. Manche Gemeinden, etwa Bottenbach, haben aufgrund des geringeren Holzpreises Verluste in hohen fünfstelligen Bereich eingefahren. Und noch schlimmer: Einige Gemeinden im Hunsrück und Westerwald haben innerhalb kürzester Zeit ihren gesamten Fichtenwald verloren.

„So schlimm ist es hier aber nicht“, beruhigt Leis im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der Käshofer Wald bestehe zu 40 Prozent aus Nadelholz, den überwiegenden Teil bilden Laubbäume. Die sind klimaresistenter und demnach auch weniger Schädlingen ausgesetzt. Aber, so warnt Leis, müsse in Zukunft auch ein Auge auf die Laubbäume geworfen werden, da das immer heißere und trockenere Klima denen doch merklich zusetzt. So hätten einige Laubbäume bereits Klimaschäden, die sich bis jetzt allerdings noch im Rahmen halten.

Für das laufende Jahr will Leis den Holzeinschlag etwas reduzieren und nur die Bäume fällen, die per Vorvertrag schon verkauft sind. Buchen wurden bereits gefällt, die restlichen Bäume sollen gegen Jahresende fallen. Leis plant mit einem Ertrag von rund 9500 Euro. Jedoch soll dieses Geld komplett wieder in den Wald investiert werden. „Was im Plan noch nicht einberechnet ist, ist die Nachhaltigkeitsprämie von rund 10.000 Euro“, fügt Leis hinzu. Diese Prämie bekommen zertifizierte Gemeinden für ihren Wald, Käshofen gehört dazu.

Leis schlug dem Rat vor, das Geld in den Wald-Wegebau zu investieren - vor allem dort, wo die Holz-Laster nur schwer hinfahren können. Der Gemeinderat stimmte dem Forstwirtschaftsplan am Dienstag einstimmig zu.

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