Zweibrücken
Erstes Car-Sharing-Angebot in Zweibrücken startet
Mitte Juni startet das erste Car-Sharing-Angebot in Zweibrücken und Umgebung. Jeder der möchte, kann sich das Auto ausleihen. Dafür reicht der normale Autoführerschein. Das Ganze funktioniert über eine App, ohne Büro oder Rezeption vor Ort. Das Auto lässt sich also unkomplizierter buchen als ein Mietwagen.
Das neue Auto in Zweibrücken wird an der Verbandsgemeindeverwaltung in der Landauer Straße stehen. Denn das erste Car-Sharing-Angebot in Zweibrücken geht nicht auf die Stadt zurück, sondern auf die Verbandsgemeinde. Im Frühjahr 2022 hatte sich die bayerische Car-Sharing-Firma Mikar im Verbandsgemeinderat vorgestellt. Eigentlich sollte das Auto schon seit einem Jahr fahren, aber erst waren nicht genug Werbepartner zu finden, dann dauerte es, bis das Auto geliefert wurde. Nun nennt Verbandsbürgermeister Björn Bernhard aber einen Starttermin: In der Woche ab dem 17. Juni soll das Auto geliefert werden. Es wird rechts vor der Verwaltung stehen und somit für jeden zugänglich sein, der es ausleihen möchte. Dazu muss man nicht in der Verbandsgemeinde wohnen. Zweibrücken-Land hat zwar das Angebot in die Wege geleitet, aber es hat mit der Verleihung oder mit weiteren Kosten, etwa für die Inspektion oder die Reinigung nichts zu tun.
Vor allem für Familien, Gruppen und Vereine
Das erste Auto wird ein Neunsitzer sein, ein Renault Master. Der wird vor allem für Familien, Gruppen und Vereine interessant sein. Wer mit einer größeren Gruppe wegfahren möchte oder ein großes Auto für einen Transport braucht, kann ihn sich ausleihen. Man bezahlt nach Zeit und nach gefahrenen Kilometern und muss den Sprit bezahlen. Der Renault Master mit neun Sitzen kostet acht Euro pro Stunde oder 80 Euro am Tag. 300 Kilometer sind frei, jeder weitere kostet 33 Cent. Damit haben die Preise im Vergleich zu 2023 oder gar 2022 deutlich angezogen.
Wer das Auto ausleihen möchte, kann sich auf mikar.de oder über die Mikar-App registrieren. Dort lädt man Fotos des Führerscheins und danach des Personalausweises hoch, macht Angaben zur Person und hinterlegt eine Zahlungsart. „Das geht reibungslos“, hat Björn Bernhard gemerkt, der sich bereits registriert hat. Sobald man freigeschaltet ist, kann man das Angebot nutzen und Autos von Mikar buchen. Nicht nur in Zweibrücken, sondern in ganz Deutschland, wobei Mikar vor allem im Südwesten vertreten ist, in Bayern und Baden-Württemberg. Ein Auto gibt es auch in Bexbach, dort steht ein Opel Vivaro.
Vielleicht folgt noch ein Elektroauto
Damit bleibt es in Zweibrücken und Umgebung schwierig, im Alltag auf einen eigenen Kleinwagen zu verzichten. Björn Bernhard würde gerne noch ein kleineres Elektroauto anbieten. Aber er möchte zum einen „abwarten, was der Kreis macht“. zum anderen sei es derzeit nicht so einfach, Sponsoren zu finden. Gut zehn Firmen haben den Kauf des jetzigen Neunsitzers mit Werbung unterstützt. Sie sind als Sponsoren auf dem Fahrzeug aufgedruckt. Wer schon jetzt einen Kleinwagen möchte, muss etwas weiter fahren: In Waldfischbach-Burgalben kann man sich seit Herbst ein einen elektrisch betriebenen Opel Corsa ausleihen. Anbieter dort sind die Stadtwerke Kaiserslautern.