Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Erst an die Spitze des CDU-Kreisverbandes, dann in den Landtag

Philipp Andreas (links) soll am Freitag als Nachfolger von Christof Reichert zum Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes gewählt wer
Philipp Andreas (links) soll am Freitag als Nachfolger von Christof Reichert zum Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes gewählt werden.

Philipp Andreas tritt in die Fußstapfen von Christof Reichert. Am Freitag soll er Kreisvorsitzender der CDU Südwestpfalz werden. Auch der Weg nach Mainz ist vorgezeichnet.

Philipp Andreas ist seit Ende 2021 Ortsbürgermeister von Hilst, seit Juni 2022 Chef des CDU-Gemeindeverbandes Pirmasens-Land und ist seit November 2022 im Kreisvorstand für die inhaltliche Ausrichtung der Partei verantwortlich. Seit dem vergangenen Sommer ist er zudem Fraktionsvorsitzender der CDU im Verbandsgemeinderat Pirmasens-Land. Der 31-jährige Jurist hat innerhalb weniger Jahre einen bemerkenswerten Aufstieg in der südwestpfälzischen CDU hingelegt. Dieser Aufstieg soll am Freitag seine vorläufige Krönung erfahren, dann bewirbt er sich im Bürgerhaus Münchweiler (19 Uh) bei der Mitgliederversammlung der CDU um das Amt des Kreisvorsitzenden. Andreas möchte Christof Reichert (58, Hauenstein) beerben, der sich nach 15 Jahren nicht mehr um eine weitere Amtszeit bewirbt.

„Philipp Andreas hat alles, was es braucht, um unseren Kreisverband weiterzuführen“, sagte Reichert bei einem Pressegespräch. „Er hat Erfahrung aus einem politischen Mandat, er hat Gespür und er ist ein hervorragender Wahlkämpfer“, würdigte er seinen potenziellen Nachfolger. Es sei wichtig, dass der Generationswechsel jetzt gelinge. „Gut, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, ergänzte Reichert. „Es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um den Staffelstab zu übergeben“, sagte der scheidende Kreisvorsitzende.

Generationenwechsel im Kreisvorstand

Am Freitag will die CDU einen Generationswechsel im Vorstand vollziehen. Neben Andreas als neuem Kreisvorsitzenden soll Felix Leidecker (39), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, als Stellvertreter in den Vorstand aufrücken. Landrätin Susanne Ganster (48) stellt sich als Stellvertreterin der Wiederwahl.

„Es wird kein harter Schnitt sein“, sagte Landrätin Susanne Ganster mit Blick auf den Generationenwechsel. „Es wird aber eine Umstellung sein, denn 15 Jahre sind eine Ära“, ergänzte sie und würdigte Reichert, der die CDU souverän durch schwieriges Fahrwasser gebracht habe. Reichert zog eine positive Bilanz seiner Amtszeit, blickte auf die „hervorragenden Wahlergebnisse“ bei den Kommunalwahlen, auch zuletzt in einer durch AfD und BSW veränderten Parteienlandschaft. „Dass wir bei der Kommunalwahl unser Ergebnis so behaupten konnten, ist ein enormer Erfolg“, sagte er. Ein Erfolg war auch der Sieg Susanne Gansters bei der Landratswahl. Die Scharte, bei der Bundestagswahl 2021 das Direktmandat an die SPD verloren zu haben, wetzte jetzt Florian Bilic aus. „Wir haben doch nicht alles falsch gemacht“, bemerkte Reichert lachend.

Drei Themenschwerpunkte

Philipp Andreas gehört der CDU seit 15 Jahren an. „Die Partei liegt mir am Herzen, ich habe mich immer eingebracht, bei der Jungen Union, bei den Wahlkämpfen für Anita Schäfer, Florian Bilic, Klaus Weber und Susanne Ganster“, sagte der 31-Jährige. Drei Themen will er als Kreisvorsitzender anpacken. Er will die Außenwirkung der Partei verbessern, indem er neue Kommunikationswege sucht, um mehr Menschen von den Zielen der Partei zu überzeugen. Andreas will den Zusammenhalt in der Partei stärken, indem er regelmäßige Mitgliedertreffen in den Verbandsgemeinden veranstaltet, an denen Mandatsträger teilnehmen. Und er will sich um die Struktur der Partei kümmern, denn „die Demografie schlägt zu“, sagte er. Es gelte, die Struktur aufrecht zu erhalten, sie müsse effizient sein. Der Kreisverband müsse sich überlegen, wie er den Gemeinde- und Ortsverbänden dienen könne.

Der Hilster soll nicht nur im Kreisverband in die Fußstapfen von Reichert treten. Wenn die CDU im Juni ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2026 nominiert, soll Andreas B-Kandidat von Reichert werden – und ihn bei der übernächsten Landtagswahl beerben.

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