Südwestpfalz Durch welche Dörfer die Lichter-Bulldogs fahren
„Ein Funken Hoffnung“ hieß die Aktion im vergangenen Jahr, am vierten Advent, bei der mit Lichterketten, Tannenzweigen und Weihnachtsmännern dekorierte, landwirtschaftliche Zugmaschinen durch zahlreiche Dörfer des Pirmasenser und Zweibrücker Landes fuhren. „Ein Funken Hoffnung“ heißt die Aktion auch in diesem Jahr, neu ist nur, dass sie an zwei Tagen laufen wird: am Freitag, 17. Dezember, sowie tags drauf am Samstag, 18. Dezember. Freitags geht es – grob gesprochen – vom Stockbornerhof aus in Richtung Pirmasens, samstags wird dann vom Startpunkt Hitscherhof aus das Zweibrücker Land angesteuert. Treffpunkt an beiden Tagen ist um 16 Uhr, Start eine halbe Stunde später.
„Die Genehmigungen sind da, die Zusage der Behörden haben wir“, berichtet Noah Simon aus Reifenberg. Zum Orga-Team gehören neben ihm noch Christian Kau und dessen Schwester Stefanie, Antonio Heber und Lukas Schehrer, allesamt der Landwirtschaft beruflich verbunden.
Tierretter verteilen Schoko-Nikoläuse
Die Polizei wird den Traktoren-Konvoi begleiten, ebenso mit dabei ist die Motorradstaffel des DRK aus Contwig – wie im vergangenen Jahr auch, berichtet Simon. Das Rote Kreuz, besser gesagt die Contwiger Tierretter, die mit ihm verbunden sind, hat auch Schokolade dabei: „Für liebe Kinder, die schön auf dem Bürgersteig stehen und nicht auf die Fahrbahn rennen, wie auch artige Eltern, die vorbildlich ihre Maske in der Pandemiezeit tragen, hat das Schlussfahrzeug der Tierrettung Contwig 500 Schokonikoläuse von Wawi an Bord.“ Die werden verteilt, so lange der Vorrat reicht und wenn der Zug steht.
Im vergangenen Jahr gingen laut Noah Simon mehr als 30 Schlepper auf die Lichtertour, in diesem Jahr rechnet er mit einer etwas höheren Beteiligung. „Wir gehen an beiden Tagen von jeweils 40 Traktoren aus. Mindestens.“ Die Organisatoren hatten sich für die Zweiteilung der Tour entschieden, weil die Aktion im vergangenen Jahr recht lange, rund sechs Stunden dauerte. Das habe auch den Fahrern der Traktoren zugesetzt, berichtet Simon.
Am Freitag Richtung Pirmasens, am Samstag Richtung Zweibrücken
Nun also zwei Tage Lichtertour. Am Freitag geht es vom Stockbornerhof über Rieschweiler-Mühlbach, Thaleischweiler-Fröschen, Petersberg und Pirmasens über Obersimten auf die Hackmesserseite nach Vinningen und Kröppen und über Bottenbach, Kleinsteinhausen, Walshausen und Dellfeld zurück. Morgen geht es vom Hitscherhof über Maßweiler, Reifenberg und Battweiler nach Zweibrücken, Richtung Ernstweiler, über den Kino-Kreisel und den Etzelweg nach Ixheim und über die Landauer Straße durchs Schwarzbachtal.
Am Treffpunkt wird an beiden Tagen eine Teilnehmerliste abgehakt und um eine freiwillige Spende der Fahrer gebeten. „Wir müssen unsere Kosten decken“, erklärt Simon. Das überschüssige Geld wandere aber keinesfalls in private Taschen, was übrig bleibt, soll der Tierrettung zugutekommen.
Live-Stream im Internet
Der Verlauf der beiden Fahrten kann jeweils im Live-Stream über die Facebook-Seite der Landwirte Kau vom Stockbornerhof verfolgt werden. So wissen die Zuschauer immer genau, wo sich der Zug gerade befindet und wie lange es wohl noch dauert, bis die Lichter dann in den jeweiligen Orten blinken. Den Wetterbericht hat Simon auch bereits studiert, mit dem vorhergesagten Nebel kann er gut leben: „Wenn es ein bisschen neblig ist, kommen die Lichter womöglich besser zur Geltung.“