Liederschiedt
Deutsch-französische Kita: Erzieherinnen müssen zum Corona-Test
Die seit Dienstag geltenden wechselseitigen Einreisebedingungen wirken sich auf den Betrieb des deutsch-französischen Kindergartens in Liederschiedt aus. „Unsere Erzieherinnen brauchen einen Test“, sagt Silvia Seebach, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land. Die Einrichtung auf französischem Gebiet besuchen Kinder aus den südwestpfälzischen Dörfern Hilst und Schweix sowie aus den französischen Dörfern Liederschiedt, Haspelschiedt und Roppeviller. Die deutschen Kinder werden mit dem Kindergartenbus gebracht.
Die Erzieherinnen unterziehen sich am Mittwoch erstmals im Testcenter in Pirmasens einem Corona-Test. Der Test muss regelmäßig wiederholt werden. „Derzeit sind nur die deutschen Kinder im Kindergarten, die Franzosen haben in dieser Woche noch Ferien“, bemerkt Seebach. Eine Schließung des Liederschiedter Kindergartens und eine Verteilung der südwestpfälzischen Kinder auf andere Einrichtungen in der Verbandsgemeinde sei derzeit kein Thema, versichert Seebach. „Wir wissen, aus welchen Dörfern die französischen Kinder kommen, und wir behalten das Infektionsgeschehen im Auge“, ergänzt sie.
Anfang März 2020, als die erste Corona-Welle die Region traf, waren die damals 17 südwestpfälzischen Kinder vorübergehend aus dem Kindergarten abgezogen worden. Zuletzt hatten einige Eltern ihre Kinder nicht in die Einrichtung geschickt, weil das Land darum gebeten hatte, Kinder nur dann zu schicken, wenn es keine andere Betreuungsmöglichkeit im familiären Bereich mehr gibt.
