Wiesbach RHEINPFALZ Plus Artikel Der schlechte Zustand der L467 bei Wiesbach beschäftigt die Besucher des Neujahrsempfangs

Einen Ausblick auf das Jahr gab Wiesbachs Ortsbürgermeister Klaus Buchmann (rechts) beim Neujahrsempfang.
Einen Ausblick auf das Jahr gab Wiesbachs Ortsbürgermeister Klaus Buchmann (rechts) beim Neujahrsempfang.

Die L467 sorgte für viel Unmut beim Neujahrsempfang in Wiesbach. Außer weiteren Problemen, die der Ortsgemeinde derzeit zu schaffen machen, kamen auch gute Nachrichten zur Sprache.

Wiesbachs Ortsbürgermeister Klaus Buchmann macht beim Neujahrsempfang keinen Hehl daraus, wie sehr ihm der Umgang mit der L467 missfällt. Sie führt aus Richtung Käshofen hinab in Richtung Wiesbach und befindet sich in einem schlechten Zustand. Harte Worte gehen aber nicht nur deshalb an den Landesbetrieb Mobilität (LBM). Buchmann zählt auch die Bushaltestelle auf, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben längst barrierefrei ausgebaut sein müsste, sowie die Brücke über den Felsbach: „Das ist eine unendliche Geschichte, die hier keiner mehr verstehen kann. Fünf bis sechs Jahre sind vergangen und wir sind noch keinen Meter weiter.“

Mittlerweile ist die Landstraße dermaßen von Unebenheiten übersät, dass viele Fahrer dort 70 Stundenkilometer nicht überschreiten, obwohl 100 Stundenkilometer erlaubt sind. „Das ist eine echte Zumutung“, sagt Björn Bernhard, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Er hofft, beim Jahresgespräch mit dem LBM etwas erreichen zu können. Allerdings bekomme er jedes Jahr gesagt: „Nächstes Jahr.“

Spiele für den Dorfmittelpunkt

Doch die L467 ist nicht die einzige Baustelle. Buchmann sagt: „Die Arbeiten beim Glasfaserausbau führten zu Totalschäden an zwei Feldwegen sowie zu Schäden an Telefon- und Stromleitungen.“ Zwar seien diese nahezu wiederhergestellt, „besonders nervenaufreibend war aber die Wiederherstellung des Weges Richtung Krähenberg und Friedhof, der fast ein Jahr nicht nutzbar war. Ich hoffe, dass die restlichen Schäden beseitigt werden und die Glasfaser in diesem Jahr den Weg zu den Wiesbachern findet.“ Ein weiteres Sorgenkind: Derzeit steht die Gemeinde mit dem Unternehmen vor Gericht, das den ersten Teil der Schulstraße ausgebaut hat. Ein Gutachter habe Schäden festgestellt. Buchmann bedauert, dass diese erst nach der Einschaltung eines Anwaltes, eines Gerichts und eines Gutachters beseitigt würden. Ein weiteres Problem habe das Pfingsthochwasser verdeutlicht: „Unsere Feuerwehr braucht mehr Mitglieder.“ Das Gleiche gelte für den Förderkreis, der sonst nicht mehr zu halten sei.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Der Dorfmittelpunkt wurde um Spiele erweitert. Dem sollen 2025 Sitzgelegenheiten und ein Boulefeld folgen. In der Kita wurde eine neue Lüftungsanlage installiert. Die Kosten von 102.000 Euro wurden mit 81.600 Euro von der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausbaukontrolle gefördert. Im ehemaligen Pfarrheim entsteht eine Küche, aus der die Verbandsgemeinde auch andere Kitas und Schulen mit Essen versorgen wird. Spätestens für den Februar hofft Buchmann auf die Erlaubnis, den großen Saal des Pfarrheims provisorisch für die Kita nutzen zu dürfen. Die Weichen für die Freiflächenphotovoltaikanlage, die der Gemeinde jährlich 25.000 Euro einbringen soll, seien ebenfalls gestellt. Die Verbandsgemeinde hat 120.000 Euro für neue Fenster und Sonnenschutz in die Grundschule investiert. In diesem Jahr folgt die Neugestaltung des Schulhofs, kündigte Bernhard an.

Info

Diese Veranstaltungen stehen in Wiesbach 2025 an: Einsammeln der Weihnachtsbäume durch die Feuerwehr samt Glühwein bei Dunkelheit am Sportheim, Samstag, 11. Januar; Karfreitagsfischessen, 18. April; Dorffest, Samstag, 14. Juni; Fronleichnamsprozession der katholischen Kirche mit anschließendem Gemeindefest, Donnerstag, 19. Juni; Flammkuchenabend der Fischer, Samstag, 28. Juni; Kerwe, Freitag bis Montag, 12. bis 15. September; Weihnachtsmarkt, Sonntag, 30. November.

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