Wiesbach Warum die Schulstraße immer noch nicht fertig ist

Die Baufirma möchte nach ihren Arbeiten in der Schulstraße 20.000 Euro zusätzlich haben. Doch auch die Gemeinde stellt Forderung
Die Baufirma möchte nach ihren Arbeiten in der Schulstraße 20.000 Euro zusätzlich haben. Doch auch die Gemeinde stellt Forderungen.

In Wiesbach sind die Bauarbeiten in der Schulstraße abgeschlossen. Sollte man meinen. Doch die Gemeinde hat Mängel festgestellt. Diese soll die Baufirma jetzt abstellen.

Am 13. März war die frisch ausgebaute Wiesbacher Schulstraße abgenommen worden. Als es im April aber um ein Nachtragsangebot an das Bauunternehmen gehen sollte, vertagte der Gemeinderat seinen entsprechenden Beschluss. In der Donnerstagssitzung kommt das Thema erneut auf den Tisch.

Um was geht es? Die Schulstraße in Wiesbach ist seit März ausgebaut. Ist ein Bauwerk fertiggestellt, muss es abgenommen, also überprüft, werden. Werden dann noch Mängel festgestellt, werden diese im Abnahmeprotokoll vermerkt. Das ausführende Unternehmen muss nachbessern.

Nach Abschluss von Bauarbeiten können sich aber auch aufseiten des Auftraggebers Pflichten ergeben. Warum ist das so? Es kommt vor, dass Preise sich aufgrund aktueller Ereignisse während einer Bauphase ändern. Oder dass zusätzlicher Arbeitsaufwand nötig wurde, mit dem man ursprünglich nicht gerechnet hatte. Tritt dieser Fall ein, wird ein Nachtragsangebot unterbreitet. Das ist notwendig, damit man anfallende Kosten oder Leistungen vergüten kann.

Es gibt noch Klärungsbedarf

Ein entsprechendes Nachtragsangebot aus den Arbeiten um die Schulstraße hatte dem Wiesbacher Rat schon im April zur Genehmigung vorgelegen. Dabei geht es um Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro. Der Rat hat dem aber bisher nicht zugestimmt. Zwar stehe außer Frage, dass Arbeiten, die erledigt wurden, bezahlt werden müssen, weiß auch Bürgermeister Klaus Buchmann. Doch kurz vor der Sitzung im April hätten sich weitere Nachforderungen ergeben. Über diese habe Klärungsbedarf bestanden, weshalb der Rat sich damals einstimmig für die Vertagung des Tagesordnungspunktes entschied.

Am Donnerstagabend steht das Nachtragsangebot nun erneut auf der Tagesordnung. Und Buchmann rechnet erneut mit einer Verschiebung. Denn trotz mehrmaliger Ermahnungen habe das Bauunternehmen noch immer nicht alle Punkte aus der Mängelliste im Abnahmeprotokoll abgearbeitet. Nach wie vor seien Nachbesserungen an den Gehwegen und am Pflaster erforderlich. Nur ein Teil der protokollierten Mängel sei behoben.

Das Unternehmen habe selbst um eine erneute Verlängerung der Nachbesserungsfrist gebeten. „Ich will denen aber keine Verlängerung mehr geben“, schimpft Klaus Buchmann. Wenn nötig, wolle er die verbliebenen Mängel von anderen Firmen abstellen lassen und dies dem Unternehmen dann in Rechnung stellen lassen.

Info

Der Gemeinderat Wiesbach tagt am Donnerstag, 13. Juli, ab 19 Uhr im Gemeinderaum in der Hauptstraße 40.

Mehr zum Thema
x