Thaleischweiler-Fröschen
Der havarierte Zug ist weg, die Überprüfung der Schäden am Gleis läuft noch
„Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, die Strecke schnellstmöglich wieder für den Zugverkehr zu ertüchtigen und bittet alle Fahrgäste wegen der Unannehmlichkeiten um Entschuldigung“, teilte das Unternehmen am Dienstagnachmittag mit. Die Arbeiten waren bis zum Redaktionsschluss nicht abgeschlossen. Solange die Strecke gesperrt ist, setzt die Bahn zwischen dem Zweibrücker Bahnhof und Pirmasens-Nord Busse zum Transport der Fahrgäste ein. Die Regionalbahn 68, die normalerweise zwischen den Hauptbahnhöfen Saarbrücken und Pirmasens verkehrt, endet derzeit in Zweibrücken.
Die Aufgleisung des mit einem Baum kollidierten Fahrzeugs durch den Spezialkran aus Fulda startete am Montag gegen 22 Uhr. Der Hilfszug hatte um 20 Uhr den Ort erreicht, an dem am Montag gegen 5.25 Uhr der Triebwagen der Regionalbahn 68 nach Saarbrücken über einen Baumstamm gefahren war. Zuvor musste der mehrere Hundert Meter lange Hilfszug aus Hessen in Dellfeld umgekoppelt werden, da sich der Kran aus Sicherungsgründen in der Mitte des Zuges befand. Mit einem Tempo von 20 Stundenkilometern fuhr der Kran, begleitet von einem Werkzeugwagen, dann alleine zur Unfallstelle.
Mit Notdrehgestell erneut entgleist
Zunächst hob der Kran den defekten Zug wieder auf das Gleis.
Zunächst hob der Kran den defekten Zug wieder auf das Gleis. Die losen Teile wurden zuvor gesichert. Das erste Drehgestell des Triebwagens war nicht mehr fahrbereit, daher wurde ein Notdrehgestell untergebaut. Als schwierig gestaltete sich, den unter dem Zug eingeklemmten Baum herauszuziehen, da beim Anheben des vorderen Zugteils die Gefahr bestand, dass das Fahrzeug auseinanderbricht. Unter großer Vorsicht gelang es. Das defekte Fahrzeug wurde mit Schrittgeschwindigkeit auf dem Notdrehgestell und am Haken des Krans nach Pirmasens-Nord gefahren. Jede Kurve erwies sich dabei als Herausforderung, weil das Fahrzeug schwankte. Weil es dabei einmal vom Notgestell rutschte, musste er erneut aufgegleist werden.
Um kurz nach 1 Uhr am Dienstag stand der beschädigte Triebwagen dann in Pirmasens-Nord. Der zweite Zug war bereits am Montagnachmittag in die Werkstatt nach Kaiserslautern gebracht worden.