Meinung Der Hauensteiner Rat diskutiert zu viel hinter verschlossenen Türen
Als Michael Zimmermann (CDU) noch Bürgermeister war, wurde ganz objektiv wirklich besser informiert. Unter dem Tagesordnungspunkt „Informationen“ erzählte Zimmermann alles seiner Meinung nach Nötige zu wichtigen Projekten – auch so, dass es jeder, der nicht so in der Materie drin war, verstehen konnte.
Das macht Mellein anders. Es ist dessen Stil, einfach Punkte anzureißen und gleich weiterzuspringen. Oft genug würde er auch gern mehr erzählen, wird aber vom Ersten Beigeordneten Timo Pust gebremst, dass dies später nichtöffentlich zu besprechen sei.
Genau hier liegt neuerdings das Problem im Hauensteiner Gemeinderat. Zu viel wird ausschließlich im nichtöffentlichen Teil besprochen. Zum früheren Kloster fehlt es komplett an Informationen, was die Gemeinde dort überhaupt plant. Das wird hinter verschlossenen Türen ausbaldowert. Ob dies nach der Gemeindeordnung wirklich alles nichtöffentlich passieren darf, kann bezweifelt werden. In Hauenstein gibt es wie in anderen Räten das Problem, dass trotz Verbots von nichtöffentlichen Sitzungen, wenn es nicht gerade um Verträge oder Personalangelegenheiten geht, inzwischen munter fast alles gern unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert wird. Erst, wenn alle Details festgezurrt sind, geht es in den öffentlichen Teil. Das ist nicht in Ordnung.
