Kreis Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Contwig: Grundschule laut Elternsprecher keine Gefahr für die Kinder

Der umgebaute Klassensaal im Keller soll nach den Herbstferien genutzt werden. Dagegen hat auch der Elternsprecher nichts – sofe
Der umgebaute Klassensaal im Keller soll nach den Herbstferien genutzt werden. Dagegen hat auch der Elternsprecher nichts – sofern die versprochenen Maßnahmen alle umgesetzt werden. Foto: Moschel

Auch wenn im Keller der Contwiger Grundschule Schimmelsporen und in einem Raum im Erdgeschoss beschädigte, mit Asbest belastete Fußbodenplatten gefunden wurden: Von der Schule gehe keine Gefahr für die Kinder aus. Das sagt Elternsprecher Markus Heinrichs. Allerdings müssten die jetzt von der Verbandsgemeinde angekündigten Maßnahmen auch alle umgesetzt werden, fordert er.

„Wir sprechen nicht davon, dass irgendein Kind in der Schule in Gefahr ist“, sagte Heinrichs am Freitag im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Er arbeite bei der Gewobau und kenne sich mit Schimmel, Asbest und Ähnlichem aus. „Wenn wir sagen, Asbest ist die Dritte-Weltkriegs-Hölle, dann ist das falsch“, sagte er: „Das ist alles gar nicht schlimm, solange die Platten unbeschädigt da liegen.“ Auch die im Keller gemessene Schimmelkonzentration sei nicht so hoch gewesen, „dass ein Notfall vorgelegen hat“.

Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Schimmelsporen in einem frisch sanierten Raum gefunden wurden. Deshalb sei es richtig gewesen, dass die Eltern immer wieder nachgefragt und sich nicht mit den vorherigen Maßnahmen zufrieden gegeben hätten: „Wenn die Eltern das nicht hinterfragt hätten, wäre nichts passiert“, ist er sicher und nennt als Beispiel seine Stellvertreterin Fabienne Baston-Lange. Erst jetzt, nach den Zusagen der Verbandsgemeinde vom Mittwochabend, sei sichergestellt, dass die Ursache für den Schimmelbefall im Keller auch tatsächlich beseitigt werden kann. Die Eltern hätten sich gewünscht, dass ihre Sorgen gleich ernst genommen würden, sagt er und kritisiert Bauamt und Architekten: „Ich bin überzeugt, die Fachleute haben versagt.“ Die Zusagen der Verbandsgemeinde vom Mittwochabend, als sich alle Beteiligten trafen, hätten Eltern und Schule „schon ein bisschen beruhigt“.

Heinrichs, der seit drei Wochen Schulelternsprecher ist, sieht kein Problem darin, den umgebauten Klassenraum im Keller nach den Herbstferien als Klassensaal zu nutzen, wenn die angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen Stufen zu den Fenstern als zweiter Rettungsweg und dass die Türen zu anderen Kellerräumen abgeklebt werden – auch zu einem ehemaligen Waschraum mit feuchter Außenmauer, wo ein Bautrockner aufgestellt werden soll. Außerdem sollen die Mauern von außen trockengelegt werden.

Die asbesthaltigen Bodenplatten lägen nur noch in einem Klassensaal und einem Nebenraum, und da würden sie ausgetauscht. Die übrigen Räume hätten bereits neue Böden. Dort müsse man nur bei späteren Arbeiten darauf achten, ob darunter noch Reste von früher zu finden sind.

x