Busenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Burgruine Drachenfels: Coca-Cola engagiert sich bei Sanierung

Bei der Sanierung der Burgruine Drachenfels läuft der dritte Bauabschnitt – im Sommer soll er fertig sein.
Bei der Sanierung der Burgruine Drachenfels läuft der dritte Bauabschnitt – im Sommer soll er fertig sein.

Die Sanierung der Burgruine Drachenfels soll im Sommer abgeschlossen sein. Der letzte Bauabschnitt wird 400.000 Euro teurer als geplant. Doch die Daniel-Theysohn-Stiftung und ein Getränkehersteller helfen.

Im Sommer 2018 hatte die Ortsgemeinde mit den umfangreichen Sicherungsarbeiten begonnen. 2024 und 2025 läuft nun der dritte Bauabschnitt. Dafür waren bislang Kosten von 350.000 Euro veranschlagt – es wird aber teurer, wie Wolfgang Bock von der Verbandsgemeinde erläutert. Der Voranschlag liege bereits mehr als ein Jahr zurück, und bei der zwischenzeitlichen Ausschreibung habe sich ergeben, dass die Gesamtkosten um 406.000 Euro höher liegen als geplant.

Stiftung erhöht ihren Zuschuss

Mit der Kostenerhöhung seien keine zusätzlichen Arbeiten verbunden, bestätigt Bock. Es handele sich ausschließlich um die geplanten Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, um die Burg weiter für Besucher und die Nachwelt zu erhalten. Nach der Erhöhung der Kosten für den dritten Bauabschnitt musste sich die Gemeinde erneut um die Finanzierung kümmern. Einen Zuschuss in Höhe von 165.000 Euro hat der Bund aus einem Denkmalschutzsonderprogramm bewilligt, dessen vorrangiges Ziel der Substanzerhalt und die Restaurierung „national bedeutsamer oder das kulturelle Erbe mitprägender Kulturdenkmäler“ ist.

Ein wichtiger Unterstützer der Burgsanierung ist die Daniel-Theysohn-Stiftung. Sie hat der Gemeinde bereits bei den vorherigen Bauabschnitten unter die Arme gegriffen. Beim dritten Bauabschnitt hatte die Stiftung ursprünglich 140.000 Euro zuschießen wollen. Auf die Kostenerhöhung hat die Stiftung reagiert und ihren Beitrag ebenfalls erhöht: auf nunmehr 200.000 Euro. „Damit ist die Finanzierung des dritten Bauabschnitts gesichert“, sagt Ortsbürgermeister Christof Müller. „Ohne die Daniel-Theysohn-Stiftung wäre der Gemeinde die Sanierung überhaupt nicht möglich gewesen. Wir sind ihr unendlich dankbar für diesen Einsatz.“

Im Februar oder März geht es weiter

Vom Land erhält die Gemeinde laut Bock keinen Zuschuss für diesen Bauabschnitt. Rund 41.000 Euro bleiben voraussichtlich an der Ortsgemeinde hängen – diese werden in Eigenleistung erbracht. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Grünarbeiten an der und um die Burg. In diesem Winter bekam die Gemeinde hierbei Unterstützung. Getränkehersteller Coca-Cola hat diese Arbeiten in einem freiwilligen Arbeitseinsatz übernommen. Dadurch musste Busenberg keine Eigenmittel in den Haushaltsplan einstellen.

In den Wintermonaten ruhen überwiegend die Arbeiten an der Baustelle. Wolfgang Bock geht davon aus, dass es mit der Sanierung an der Burgruine witterungsbedingt im Februar oder März weitergeht. Etliche Arbeiten seien schon erledigt, für die noch anstehenden seien die Aufträge bereits vergeben. Es komme also nur noch aufs Wetter an. Bock geht davon aus, dass der dritte und letzte Bauabschnitt im Sommer 2025 abgeschlossen sein wird. Der Drachenfels bleibt während der Sanierung weiterhin für Besucher zugänglich.

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