Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Baustellen 2023: Wo Pendler mehr Zeit einplanen sollten

Am Ortseingang Hauensteins von der B10 her soll ein Kreisel gebaut werden, der die Kreuzung L495/AlteB10/Zubringer B10 entschärf
Am Ortseingang Hauensteins von der B10 her soll ein Kreisel gebaut werden, der die Kreuzung L495/AlteB10/Zubringer B10 entschärfen soll. Oben links beginnt die Schuhmeile, rechts verlaufen Bahnlinie und B10.

Ab dem Frühjahr sollten Pendler im Landkreis für manche Routen mehr Zeit einplanen. Dann werden an wichtigen Verbindungen Bagger anrollen. Beispielsweise an der B10 bei Hauenstein, an der B427 bei Busenberg und an der B270 nahe der Biebermühle. Die Liste des Landesbetriebs Mobilität ist aber noch länger.

Die ganz großen Baustellen werden im neuen Jahr auf der B10 noch nicht eingerichtet werden: Bis der vierspurige Ausbau zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein fortgesetzt wird, dauert es noch. Denn nach wie vor steht die Entscheidung des Bundes über die Ausbauvariante aus. Ende 2021 hatte der LBM aus drei Varianten seinen Vorschlag mit der Bündelungstrasse vorgelegt, 2022 wollte das Bundesverkehrsministerium eigentlich entscheiden. Doch die Planungen seien kompliziert, erklärt LBM-Leiter Richard Lutz. Ein Knackpunkt sei vor allem die Bahnbrücke am Katharinenhof. Hinzu komme der Mangel an Fachkräften. So gebe es etwa für ein bestimmtes Gutachten derzeit nur ein Fachbüro, auf das nicht nur sie zurückgriffen. Zeitliche Prognosen mag der LBM-Chef daher nur ungern abgeben. Aber, sagt er dann doch, wenn alles ideal laufe, könnte es zur Jahresmitte eine Entscheidung geben.

Vorbereitungen für Felsnase laufen

Weiter gediehen ist der vorgezogene Ausbau der Bundesstraße am Engpass Felsnase vor Hauenstein: Dort gibt es inzwischen Baurecht und die Vorbereitungen für den Ausbau laufen. Im Dezember haben dort Vermessungsarbeiten stattgefunden, und nun wird am Feinkonzept für den Bauablauf gearbeitet, informiert Richard Lutz im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Für die Ausschreibungen seien etwa noch geotechnische Untersuchungen erforderlich. Dort soll der Verkehr während der Bauarbeiten weitgehend zweispurig weiterfließen. Zunächst wird daher im oberen Bereich des Felses eine Trasse entstehen und dann nach unten weitergearbeitet. Eine dauerhafte Ampellösung soll auf dieser Baustelle laut Lutz vermieden werden. 2023 dürfte es aber mit den konkreten Bauarbeiten noch nicht losgehen.

B10 soll „nicht abgehängt“ werden

Gesetzt für das neue Jahr sind dagegen zwei andere Baustellen an der B10: einmal für den Parkplatz bei Wilgartswiesen und zum anderen für den Hauensteiner Kreisel an der Abfahrt der B10 nach Hauenstein und zur Schuhmeile. Noch zu klären sei für den Kreisel das Zeitfenster, stellt Lutz fest – also, „wann es am wenigsten schmerzt“. Auch beim Kreisel-Bau solle die B10 nicht abgehängt werden, betont er. Deswegen soll der Verkehr der Bundesstraße vor allem über die bestehende Rampe geführt werden, die bisher als Zufahrt auf die B10 nach Pirmasens dient. Die Abfahrt in Richtung Landau soll so weit wie möglich bleiben, kündigt Lutz an. Wer jedoch von Pirmasens nach Hauenstein abbiegen will, muss auf der B10 ein kurzes Stück weiter bis nach Wilgartswiesen fahren, dreht dort und wird nach Hauenstein geleitet. Ziel sei es, möglichst im Frühjahr anzufangen, sagt Lutz, der mit einer Bauzeit von etwa einem dreiviertel Jahr rechnet.

Vollsperrungen auch bei B427 und B270

Im Frühjahr soll es auch mit Bauarbeiten an der B427 losgehen: zwischen der Ortseinfahrt Busenberg bis zum Kreisel in Richtung Dahn. Da die Straße hier nicht komplett neu gebaut wird, dürfte das Projekt laut Lutz in drei bis vier Monaten umgesetzt sein. Allerdings werde es nicht ohne Vollsperrung gehen. Auf der anderen Seite Busenbergs sind Bauarbeiten bis zur Erlenbacher Kreuzung in Planung; dort kümmert sich der LBM Speyer um den Radweg Erlenbach/Niederschlettenbach.

Mit der B270 steht eine weitere Bundesstraße auf der Liste des Landesbetriebs Kaiserslautern. Fürs Frühjahr geplant ist zunächst der Ausbau zwischen Biebermühle und der Kreisstraße 17 nach Petersberg; diese Arbeiten dürften etwa drei Monate dauern, erfordern laut Lutz aber ebenfalls eine Vollsperrung. Weiter geht es danach in Richtung Pirmasens: zwischen dem Kreisel mit dem großen Schuh und der Ampel an der Zweibrücker Straße.

Ausbau und Erneuerung bei L471 und L478

Mit einer Vollsperrung müssen sich auch die Bürger in Höheischweiler arrangieren: Dort soll ab der Jahresmitte die Ortsdurchfahrt, die Landesstraße 471, ausgebaut werden.

Drei bis vier Wochen dürfte laut Lutz die Fahrbahnerneuerung der L478 zwischen dem Fischbacher Biosphärenhaus und dem Ortsbeginn an der Tankstelle dauern. Start soll im Frühjahr sein. Neu geplant ist eine Straßensanierung zwischen Petersbächel/Gebüg und Schönau.

In Heltersberg soll es weitergehen

Vorgesehen ist außerdem die L498 zwischen Merzalben und Clausen für eine Erneuerung im neuen Jahr, und an der L499 soll weiter gearbeitet werden, unter anderem zwischen der Ortseinfahrt Heltersberg aus Richtung Waldfischbach-Burgalben bis zum Bürgerhaus.

Bei der Kreisstraße 4 zwischen Kröppen und Trulben werde sich in Absprache mit dem Kreis 2024 ebenfalls etwas tun, kündigte Lutz an. Es werde zwar nicht der große Wurf werden, aber die Fahrbahn solle saniert werden.

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