Hinterweidenthal
Bürger fordert bessere Vermarktung des Ortes
„Ich wohne seit zehn Jahren hier und das Dorf liegt mir am Herzen“, sagte Nemeth. Er sparte aber auch nicht mit Kritik. Diese richtet sich vor allem gegen die seiner Ansicht nach zu schlechte Vermarktung Hinterweidenthals innerhalb der Verbandsgemeinde Hauenstein: Die Homepage der Gemeinde sei nicht gepflegt, es fehle an aktuellen Informationen der Vereine und die Homepage sei ungeschützt vor Hackern. Vor allem übte er Kritik daran, dass mit dem Teufelstisch, den er als „Gold der Gemeinde“ bezeichnete, nicht geworben werde. „Das ist unfair“, stellte er fest und fügte hinzu in Richtung Verbandsgemeinde: „Wir müssen giftiger gegenüber Hauenstein sein, denn wir werden ständig blockiert“, sagte er.
Kritik an ungepflegten Stellen
Der Ortseingang aus Richtung B10 sei optisch wenig ansprechend, das Bahnhofsumfeld ungepflegt. „Wenn Touristen aus dem Zug steigen, erwarten sie eine schöne Landschaft. Was sie sehen, sind überfüllte Mülleimer“, lautete seine Kritik. Der Eingang der katholischen Kirche präsentiere sich auch ungepflegt. Er plädierte weiterhin dafür, dass die B427 nicht länger von den Hauseigentümern gekehrt werden soll, sondern der Landesbetrieb Mobilität die Reinigung übernehme. „Dafür zahlen wir auch Steuern.“ Außerdem legte er den Fokus auf die Reform der Grundstückssteuer, die von den Grundstücksbesitzer online erledigt werden müsse. „Was ist mit den älteren Bürgern, die im Internet nicht vertraut sind? Denen muss man helfen“, forderte er.
Ortsbürgermeister Barbara Schenk erwiderte zu der Kritik: „Ich bitte dich darum, deine Ausführungen bei der nächsten Verbandsgemeinderatssitzung zu machen und gegenüber der Kirche ebenso.“
Insektenfreundliche Bewirtschaftung im Park
Die Wiese rechts und links vom Durchgangsweg im Dorfpark wird künftig insektenfreundlich bewirtschaftet. „Öffentliches Bunt statt öffentliches Grün“, heißt der Beschlussvorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Manfred Schary. Damit dem Insektensterben entgegengewirkt werde, ebenso dem Rückgang einiger Vogelarten, und damit für Honigbienen ein günstigerer Lebensraum geschaffen werden kann, sollen künftig nur Teilflächen gestaffelt nacheinander zweimal im Jahr gemäht werden, im Winter bleiben sogenannte Inseln stehen, in denen Insekten überwintern können. Der Rat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu, die CDU-Fraktion übernimmt hierfür die Patenschaft.
