Westpfalz „Ärzte für die Westpfalz“: Warum die Stipendiaten noch bangen müssen
Der Verein „Ärzte für die Westpfalz“ will junge Menschen aus der Region in Ungarn zu Medizinern ausbilden lassen. Konkret geht es dabei um Stipendien für Studienplätze an der Universität in Pécs – unter der Bedingung, dass die Stipendiaten sich verpflichten, nach ihrer Ausbildung mindestens drei Jahre lang als Ärztin oder Arzt im Fördergebiet der Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz, Donnersbergkreis, Bad Kreuznach oder den Städten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken zu arbeiten.
Nach Information der Donnersberger Kreisverwaltung hatte der Verein inzwischen eine erste Mitgliederversammlung, hat Bewerber gesichtet und erste Zusagen erteilt. 51 Bewerbungen seien bislang für die 16 Stipendien eingegangen. Mit Ablauf des Junis endet die Bewerbungsfrist.
„Gut die Hälfte des benötigten Geldes“, um die Gebühren für die geplanten 16 Studienplätze im Wintersemester 2023/24 zu bezahlen, sei eingesammelt worden. „Weitere Zusagen werden noch realisiert“, so die Verwaltung. Allerdings sei die Gemeinnützigkeit des jungen Vereins noch nicht anerkannt worden, was die Akquise von Geldern erschwere. Da sich manche Kandidaten ein Vollstipendium und andere nur ein Teilstipendium wünschten, sei erst nach der endgültigen Auswahl der Bewerber klar, wie viel Geld konkret noch fehlt.
Bangen um jedes weitere Jahr
Bei den Spendern handele es sich um Banken, Unternehmen und Privatleute aus der Region. „Die Spenden gehen in einen Topf. Wir versuchen, je Jahrgang und Gebietskörperschaft zwei Kandidaten zu gewinnen, das klappt ja aber nicht immer gleichmäßig.“ Sollte nicht genug Geld zusammenkommen, gebe es weniger Plätze. „Wir gehen aber sicher davon aus, dass die avisierten 16 Plätze finanziert werden können.“ Denkbar sei, dass die beteiligten Landkreise und Städte einspringen, wenn es an Geld fehlt. Geplant sei das aber bislang nicht. Allerdings verpflichte sich kaum ein Spender, ein komplettes fünf- bis sechsjähriges Studium zu finanzieren. Das heißt für die Teilnehmer, dass sie nicht sicher sein können, ob auch fürs nächste Semester genug Geld für ihre Studiengebühren gespendet wird.
Gibt ein Stipendiat seinen Platz während des Studiums auf, werde zum folgenden Wintersemester nachbesetzt.
