Gossersweiler-Stein
Wieder versperrt ein abgebrochener Ast den Schulweg
Hanns-Christian Conrad war besorgt, als er sich Mitte September bei der RHEINPFALZ meldete. Der Altbürgermeister hatte eines Morgens einen Ast entdeckt, der abgebrochen war. Gelandet war er auf dem Kastanienweg. Weil es sich bei diesem um einen Schulweg handelt, sind dort entsprechend viele Kinder unterwegs, sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad.
Der Südpfälzer Ehrenbürger wollte durch die Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für den dortigen Bereich erzeugen. Er warf den Verantwortlichen nämlich vor, nicht genug dafür zu tun, dass diese Gefahrenstelle entschärft wird. Dabei habe er, so Conrad, seit mehreren Jahren schon auf Gefahren an jenem Weg hingewiesen. Selbst gefertigte Schilder hätten keine Wirkung gezeigt. Insofern habe er den besagten Astbruch kommen sehen.
Altbürgermeister ist verärgert
Und siehe da: Orts- und Verbandsgemeinde sowie der Forst reagierten. Wie der Pressesprecher der Verbandsgemeinde Annweiler, Sven Gütermann, informiert, wurde die Stelle begutachtet. Und zwar am 20. September. Also an jenem Tag, als die RHEINPFALZ über den Sachverhalt in Gossersweiler-Stein berichtete. Das Ergebnis: „Keine Gefahrenbäume erkennbar“, berichtet Sven Gütermann.
Doch es kam anders: Einige Tage später lag da schon wieder ein abgebrochener Ast auf dem Kastanienweg, auf den Conrad die RHEINPFALZ wiederholt aufmerksam macht. Er befürchtet weitere Abbrüche. Das Ganze ärgert ihn. „Ortsbürgermeister und der Mitarbeiter der Verbandsgemeinde beteiligen sich nicht an der Problemlösung“, behauptet Hanns-Christian Conrad, der kritisiert, des Platzes verwiesen worden zu sein, als er die Verantwortlichen beim Vor-Ort-Termin in Gossersweiler-Stein sah. Mit der Aussage, dass er bei solch einem offiziellen Termin nicht willkommen sei, sei er weggeschickt worden.
Der Kastanienweg ist nach dem jüngsten Vorfall inzwischen wieder passierbar. Sven Gütermann informiert: „Der Baum wurde mittlerweile schon von der Ortsgemeinde entfernt.“ Auf die Frage der RHEINPFALZ, ob es noch tragbar sei, angesichts der gehäuften Astbrüche die Situation so zu belassen, kündigt der Sprecher weitere Maßnahmen an. Fällungen beziehungsweise Rückschnitte sollen vorgenommen werden. „Die Eigentümer sind informiert und haben eine Durchforstung zugesagt.“