Kreis Südliche Weinstraße Vorarbeiten für Ortsumgehung werden forciert

Die Ortsumgehung Bad Bergzabern im Zuge der B 427 soll baldmöglichst realisiert werden. Die dazu erforderlichen Vorarbeiten sollen forciert, die Ausführungsplanungen erstellt und der Grunderwerb in Angriff genommen werden. Das verspricht Innenminister Roger Lewentz (SPD) in einem Brief an Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU).
Wie berichtet, fließen aus dem neuen, milliardenschweren Investitionspaket der Bundesregierung für Bundesfernstraße auch 293 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur von Rheinland-Pfalz. Eines der Projekte, die mit Mitteln aus Berlin umgesetzt werden sollen, ist die rund 2,6 Kilometer lange Umgehung Bad Bergzabern, davon 1,4 Kilometer Tunnel. Die geplanten Kosten dafür liegen bei rund 62 Millionen Euro. Baurecht besteht bereits seit Mai 2009. Stadtbürgermeister Ludwig hat in Briefen an das Mainzer Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur sowie an das Bundesverkehrsministerium in Berlin noch einmal auf die Bedeutung der Umgehung für Bad Bergzabern hingewiesen und auf eine baldige Umsetzung gedrängt. Der Bau von Ortsumgehungen im Zuge hochbelasteter Ortsdurchfahrten von Bundesstraßen diene der Entlastung der Bewohner von Verkehrslärm, der Trennwirkung der Ortsdurchfahrt und der Verbesserung der Lebensbedingungen, schreibt Norbert Barthle (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. „Dies gilt insbesondere, wenn es sich um eine Stadt wie Bad Bergzabern handelt, die ein Heilkurort ist“, so Barthle. Innenminister Lewentz weist in seinem Brief darauf hin, dass für den Bau des Tunnels noch umfangreiche vorbereitende Arbeiten, wie geotechnische Bohrungen und Gutachten, Entwurfsplanung sowie weitere tunnelspezifische Planungen, etwa Brandschutz oder Betriebstechnik, erforderlich seien. Es müssten deshalb noch entsprechende Vorlaufzeiten eingeplant werden. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Speyer würden derzeit Angebote für eine Fortführung der geologischen Erkundung eingeholt, so Lewentz. Weiter informiert der Minister darüber, dass mit der landespflegerischen Ausgleichsplanung bereits begonnen worden sei. „Dazu zählen auch die aktuell beauftragten Maßnahmen zum Monitoring für die Sicherung der Fledermauspopulation im Petronellastollen.“ Der erforderliche Grunderwerb zum Bau der Umgehung werde derzeit durch die Aktualisierung des Grunderwerbverzeichnisses vorbereitet, versichert Lewentz. Der Stadtrat wird sich in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 1. Oktober, 19 Uhr, großer Saal im Haus des Gastes, mit der Ortsumgehung befassen. Ein Vertreter des LBM wird dann über den aktuellen Stand der Planungen informieren. (jpa)