Pfalz Kalt und nass: 5 Ausflugstipps bei schlechtem Wetter in der Pfalz
Bei schlechtem Wetter kann es draußen schnell ungemütlich werden. Wer dennoch einen Ausflug planen und nicht den ganzen Tag zu Hausen sitzen möchte, wird in der Pfalz gleich bei mehreren Indoor-Aktivitäten fündig: Verrückte Museen über Staubsauger, Begegnungen mit Reptilien oder Klettern mit Überdachung - die RHEINPFALZ-Redaktion hat eine Auswahl an Schlechtwettertipps zusammengestellt.
1. Technoseum und Dynamikum: Mitmachen und Ausprobieren
Im Technoseum in Mannheim können Eltern und Kinder gerade bei schlechtem Wetter auf sieben Stockwerken die Industriegeschichte der Region entdecken. Ob Dampfmaschinen, Wasserräder oder Druckerpressen: Im ganzen Gebäude rattert und zischt es. Außerdem gibt es auf drei Stockwerken die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und eigene Experimente durchzuführen, um beispielsweise physikalische Kräfte spielerisch zu verstehen.
Spannende Experimente, viel selbst ausprobieren und erforschen: Das bietet auch ein Besuch im Dynamikum in Pirmasens. Nicht nur Kinder haben dabei ihren Spaß – auch für Erwachsene bieten die Exponate wissenswerte Informationen und wecken Freude am Ausprobieren.
Das Dynamikum Pirmasens lädt Besucher auf 4000 Quadratmetern dazu ein, Phänomene aus Naturwissenschaft, Technik, Sport und Biomechanik zu erleben und zu erforschen. Als Mitmachmuseum legt die Ausstellung Wert darauf, Wissen anschaulich und praktisch zu vermitteln.
2. Reptilium und Sealife: Indoor-Zoos
Als größter Reptilienzoo in Deutschland können im Reptilium Landau Schlangen, Echsen, Schildkröten, Frösche und noch weitere exotische Reptilien und Amphibien betrachtet werden. Bei Aktionen ist es auch möglich, ausgewählte Tiere anzufassen und hautnah kennenzulernen. Ein weiterer Pluspunkt, egal bei welchem Wetter, im Reptilium hat es immer gemütliche 25 bis 30 Grad.
Wer auch bei Regenwetter nicht genug von Wasser bekommen kann, der hat im Sealife Speyer die Möglichkeit, tief einzutauchen und die Bewohner heimischer Flüsse sowie tropischer Gewässer kennenzulernen. Neben täglichen Fütterungen gibt es auch diverse Veranstaltungen wie eine "Weinprobe unter Wasser" oder eine "Behind the Scenes"-Tour. Mit der RHEINPFALZ-Card können hier sogar ein paar Euro gespart werden.
5. Bouldern, springen, kicken und golfen: Indoor-Sport bei jedem Wetter
Klettern kann man nicht nur an Felswänden, sondern auch in Boulderhallen. Ihr Vorteil: Klettern bei jedem Wetter und ohne viel Ausrüstung. Da die Kletterwände beim Bouldern meistens nur einige Meter hoch sind und dicke Matten am Boden liegen, braucht es keine Gurte oder eine zweite Person zum Sichern. Wer sich mit den wichtigsten Regeln vertraut gemacht hat, kann hier einfach drauf los klettern. Bouldern kann man beispielsweise in der RockTown-Halle in Kaiserslautern, im Camp4 in Zweibrücken, bei Fitz Rocks in Landau oder in der Petz Boulderhalle Neustadt.
Wer nicht unbedingt bei Regen, Schnee, Flutlicht und eisigen Temeraturen über einen nassen Rasen rutschen will, kann in Soccer-Hallen ganzjährig im Trockenen kicken. Die Plätze und Tore sind hier kleiner als beim klassischen Fußball, was dem Spiel noch mal eine neue Note gibt. In der Pfalz gibt es unter anderem beim SOC Sportpark Kaiserslautern, beim Pfalzsoccer in Dudenhofen oder der SoccArena in Höheinöd.
Sportlich geht es auch in Trampolin-Arenen zu. Mehrere Trampoline mit verschiedenen Stärken und in unterschiedlichen Größen sind hier auf einer großen Fläche gespannt. Oft gibt es auch mehrere Ebenen und Kissengruben, bei denen Saltos und andere Tricks geübt werden können. Trampolinhallen gibt es zum Beipiel im Funpark Landau, im Fun Action Park in Frankenthal oder im Sprungpark Limburgerhof.
Zum Golfen braucht es nicht das perfekte Grün, zumindest die Mini-Variante des Sports ist auch in der Halle möglich.
Die ist sogar nötig, denn beim sogenannten Gleam-Golf muss es dunkel sein, damit Schwarzlicht- und 3D-Effekte sichtbar werden. Möglichkeiten, den Schläger zu schwingen, gibt es zum Beispiel beim Crazy Duck Schwarzlicht Minigolf in Landau oder in den Hallen von Gate99 in Kaiserslautern und Frankenthal.
3. Museumsbesuch: Geschichtliches und Skurriles aus der Pfalz
Wer die Pfalz bei schlechtem Wetter historisch entdecken möchte, der kann eines von vielen Heimatmuseen besuchen. Dabei müssen es nicht immer die ganz großen sein, viele Orte haben eigene kleine Museen, die erkundet werden können und spannende Einblicke in die Geschichte des eigenen Wohnorts geben. Diese verlangen meist keinen Eintritt, freuen sich aber über eine kleine Spende.
Im Pfälzer Musikantenland-Museum auf der Burg Lichtenberg in Thallichtenberg (Kreis Kusel) wird außerdem ein besonderes Kapitel der Pfälzer Geschichte beleuchtet. Das Pfälzer Musikantenland erstreckt sich über die Landkreise Kusel und Kaiserslautern mit Ausläufern in das Saarland und den Donnersbergkreis.
Direkt nebenan, im Urweltmuseum Geoskop können Besucher auf der Burg auch bei schlechtem Wetter einiges über Natur und Geschichte lernen. Unter anderem erfahren Besucher hier etwas über Haie und tropische Wälder, die es vor langer Zeit in der Pfalz gegeben hat. Wegen Bauarbeiten ist das Geoskop ab Oktober 2025 für einige Wochen geschlossen. Vorraussichtlich aber ab Dezember wieder geöffnet.
Noch mehr spannende Fakten rund um die Pfalz und ihre Natur gibt es im Pfalzmuseum in Bad Dürkheim. Auf 1400 Quadratmetern zeigt das Museum heimische Tiere, Pilze und Pflanzen und stellt deren Bezug zum Menschen dar.
Im Historischen Museum der Pfalz in Speyer kann in der Ausstellung "Kreuz und Krone" alles über die Geschichte Speyers als Bistum und die Bedeutung des Doms gelernt werden. Außerdem ist aktuell die Sonderausstellungen zu "Der kleine Drache Kokosnuss" zu sehen, im Dezember werden dann gleich drei weitere Ausstellungen eröffnet: "Superheroes", "Fußballfieber" und "Kaiserin Elisabeth".
Wer es etwas außergewöhnlicher mag, findet in Hauenstein das Deutsche Schuhmuseum. Erzählt wird dort die Geschichte der Region rund um Pirmasens, für die die Schuhindustrie lange Zeit maßgeblich war. Zu sehen gibt es nicht nur jede Menge Schuhe aus verschiedenen Jahrzehnten, sondern auch Maschinen und den größten Schuh der Welt.
Ein etwas anderes Museum gibt es auch in Bruchmühlbach-Miesau (Kreis Kaiserslautern). Im Mittelpunkt steht hier der Staubsauger. Es gibt es nicht nur einige historische Fakten rund um das Gerät zu lernen, es sind auch allerlei kuriose Stücke ausgestellt. Öffnungszeiten und Führungen der besonderen Art und im kleinen Kreis gibt es nur nach Absprache. In Fußgönnheim gibt es außerdem das Deutsche Kartoffelmuseum und ein Parfümmuseum hat Mehlingen zu bieten.
4. Hallenbäder und Sauna: Urlaub im Kleinen
Wenns draußen schon nass ist, kann man auch gleich selbst ins Becken springen - Hallenbäder ermöglichen das auch bei schlechtem Wetter. Beispiele aus der Pfalz: Das Aquabella in Mutterstadt, das Azur in Ramstein-Miesenbach und das Felsland Badeparadies in Dahn. Das Aquabella überzeugt mit einer Erlebnis-Wasserrutsche und Dampfsauna, das Azur hat aufwendig gestaltete Außen- und Innenbecken.
Das Felslandbad in Dahn bietet inmitten der grandiosen Landschaft des Biosphärenreservats Pfälzerwald zusätzlich zum Schwimmbecken eine Saunalandschaft. Sauna und Wellness bietet auch das Monte Mare in Kaiserslautern, das Bad bietet außerdem zwei Indoor-Rutschen und ein Wellenbecken.
