Südpfalz Petition von Erdölgegnern: Zu wenige Unterschriften

Ob bei Offenbach nach Öl gesucht werden darf, wird das Bergbauamt in Mainz entscheiden.
Ob bei Offenbach nach Öl gesucht werden darf, wird das Bergbauamt in Mainz entscheiden.

Die Onlinepetition der Bürgerinitiative (BI) „Kein Erdöl aus Offenbach“ zur Änderung des Bergrechts hat nicht die notwendige Anzahl an Unterzeichnern erhalten, um dem Vorhaben bundespolitische Bedeutung zu verleihen. Die Mitglieder der BI bedauern das, wie sie in einer Pressemitteilung schreiben. Dennoch gehe der Kampf gegen das Erdölprojekt weiter.

Mit rund 2500 Unterzeichnern liege die Petition zwar an vorderster Stelle im Vergleich zu anderen, das geforderte Quorum sei jedoch nicht erreicht worden, heißt es in der Mitteilung. Dennoch werde die Petition im Petitionsausschuss des Bundestags behandelt. „Die Mühe war also nicht vergebens. Außerdem haben wir mit unserem Vorstoß zur Änderung des veralteten Bergrechtes eine Diskussion in Gang gebracht“, sagt der BI-Vorsitzende Karlheinz Adam.

Der Herxheimer ergänzt, dass in der Region die Grundwasserneubildung in den zurückliegenden 20 Jahren um 25 Prozent gesunken sei. Durch den Klimawandel und einen stetig gestiegen Wasserbedarf übersteige seit geraumer Zeit die Entnahme von Grundwasser dessen Neubildung, was eine massive Senkung des Grundwasserspiegels zur Folge habe. „Besonders die Förderung von Erdöl beeinflusst das Grundwasser. Jede Tonne gefördertes Öl wird in der Tiefe durch Wasser ersetzt, entweder durch Einsickern aus umliegenden Schichten oder durch Einpumpen in die Tiefe zur Aufrechterhaltung des Förderdrucks.“

Wie berichtet, will ein Konsortium von einem Feld bei Offenbach aus nach Erdöl suchen. Sollte die Suche erfolgreich sein und sich der Rohstoff wirtschaftlich fördern lassen, ist eine Förderstätte geplant. Die Gegner des Projekts sorgen sich deshalb unter anderem um die Reinheit des Grundwassers. Ob das Konsortium das Projekt starten darf, wird das Bergbauamt in Mainz entscheiden.

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