Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Musterbeispiel für mutige Schüleranträge

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Die Debatte um die Kältepause an der Realschule in Bad Berzabern sollte Schüler ermutigen, sich stärker in die Gestaltung des Schullebens einzubringen.

Eigentlich ist die Frage schnell beantwortet, ob es auch in der Südpfalz, in der oft beschriebenen „Toskana Deutschlands“, Kältepausen an den Schulen geben sollte. Pausen, bei denen Mädchen und Jungen bei zu niedrigen Außentemperaturen ausnahmsweise im Gebäude statt auf dem Schulhof sein dürfen. Denn: Wird es hierzulande wirklich so unerträglich kalt? Sollten Schüler nicht bei jedweder Kälte raus und den Kopf frei bekommen? Sie können sich ja warm anziehen. Zumal gerade bei der jungen Generation jede Art von Bewegung gefördert werden sollte, damit nicht weitere Studien veröffentlicht werden, die deren Bewegungsarmut bemängeln. Und was sollen Menschen erst sagen, die draußen arbeiten, etwa Dachdecker?

Erfreulich ist dennoch, dass sich an der Bad Bergzaberner Realschule mit dem Wunsch der Schülervertretung beschäftigt wurde. Die Kältepausen durften dort getestet werden und sie werden vielleicht dauerhaft etabliert. Den Mädchen und Jungen ist Gehör geschenkt worden, statt den Gedanken mit den besagten Argumenten abzumoderieren. Umgekehrt haben die Jugendlichen mitbekommen, was sie alles bewirken können.

Gerade Debatten wie jene um die Kältepause verdeutlichen dem Nachwuchs, dass es sich lohnt, für das eigene Anliegen zu kämpfen. Ganz gleich, ob es sich um zusätzliche Spielgeräte auf dem Pausenhof, saubere Toiletten, Verschönerungsaktionen im Gebäude oder eben die besagte Kältepause dreht.

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